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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
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Brückenbau.

Fig. 86.

3' 5'

10'

15

20'

dän.F

2' 4'

man

S. 2. Schraubung.

Bekanntlich rührt die Idee der Einschraubung von Pfählen dem englischen Ingenieur Mitchell her, welcher sie im Jahre 1834 für die Gründung von Leuchtthürmen vorschlug.

von

Thatsächlich wurden auch die Leuchtthürme zu Maplin( 1838), Fletwood( 1839), Belfast- Lough( 1844), ferner der Hafendamm zu Courtown( 1847) und jener zu Wexford( 1847), der Leuchtthurm zu Chapman- Sand( 1850), der Leuchtthurm zu Sand- Key in Florida ( 1850), ferner jener zu Gunfleet( 1852); dann der Dock zu Hamburg ( 1852), der Wellenbrecher zu Portland( 1854) und der Damm zu Glenelg( 1855) auf eingeschraubte Pfähle gegründet, wie solche Pfähle unter Anderem auch beim Baue der neuen Börse in Berlin angewendet wurden. Die Schwierigkeiten der Einrammung von Pfählen im Schwimmsande, deren wir oben schon gedacht haben, sind es vorzugsweise gewesen, welche jene wesentliche Ver­vollkommnung in der Fundirung, die in der Einschraubung von Pfählen besteht, hervorriefen.

Man lernte die Vortheile der Einschraubung von Pfählen bald auch derart schätzen, dass man starke Pfähle, welche zugleich direct als Pfeilerbestandtheile dienten, und schliesslich ganze Röhrenpfeiler in den Grund schrob.

In diesen verschiedenen Gestalten fand die Einschraubung immer grössere Verbreitung und sind es namentlich die Ingenieure Brunnel beim Baue der Viaducte zu Nuneham und zu West­