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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
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Brückenbau.

Das Sprechen ging langsamer und schwerer vor sich, und hörte man in der comprimirten Luft nur sehr schwer; Schwerhörige dagegen hörten besser.

Hustenanfälle verursachten grosse Anstrengung und Schmerzen, und wurden hustende Arbeiter nicht zugelassen. Bei 31 Pfund Druck konnten selbst die stärksten Leute mit einem 10 Pfund schweren Hammer kaum 6 Schläge führen.

Gegen das Schichtende( 6 Stunden) fühlten die Ar­beiter Schmerz in allen Gelenken und Muskeln und stiegen nur beschwerlich auf Treppen; selbst eine halbe Stunde nach der Ausfahrt fühlten die Leute Stechen in der Haut ( Entweichen der comprimirten Luft).

Die bei den Arbeiten in comprimirter Luft verwen deten Leute assen, tranken und schliefen weit mehr als sonst.

Neben den auf der Zeche Rheinpreussen in comprimirter Luft verfahrenen 2035 Arbeiterschichten wurden 65 solcher Schichten krank gefeiert, wovon 45 auf Quetschungen und Geschwüre und nur 20 auf Brustschmerzen und Darm­katarrh fielen, also etwa dem Einflusse der comprimirten Luft zugeschrieben werden konnten.

Nach den Gesammterfahrungen auf der Zeche Rhein­preussen wird angenommen, dass man, gute Kühlapparate vorausgesetzt, noch ohne Folgen auf die Gesundheit und noch mit Vortheil arbeiten lassen kann, wenn der Ueber­druck drei Atmosphären nicht übersteigt.

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Was die Erfahrungen bei der St. Louis- Brücke, deren Fundirung im Jahre 1869 begann und bis in 31.11 Meter Teufe unter Wasserspiegel drang, betrifft, so ist zu bemerken, dass dort die Arbeiter unter 31% Atmo­sphären Ueberdruck, aber schon mit offenbarer Gefahr be­schäftiget wurden.w

Wiewohl die Arbeitszeit nur eine Stunde betrug, wurden vom 352 im Caisson beschäftigten Arbeitern 30 ernstlich krank und starben 12 Mann; Ohrenschmerz, Lähmung der Beine, der Arme und des Unterleibes waren