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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
Entstehung
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Fig. 102.

I. Fundirungen.

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Der Arbeitsraum für die Zwecke der Unterminirung wurde durch die Aufmane­rung eines konisch geformten Steinmantels hergestellt, der, durch eiserne Rippen, a und b in Figur 101, verstärkt, einen Holzschacht e und die Betonirung FF zu tragen hatte.

Die Anordnung der Luftschleusse ist ebenfalls aus der genannten Figur zu ersehen, welche auch die von aussen getriebene Welle darstellt, die zur Aufziehung der Eimer dient. Der Senkeylinder hing in Ketten, welche auf einem eingerammten Gerüste in der bekannten Einrichtung des Senkzeuges be­festigt waren.

Die ganze Anordnung eines Senk­schachtes ist aus Figur 102 zu ersehen.

Bezüglich der Schleussenanordnung sei noch erwähnt, dass um die eigentliche Luft­schleusse die Räume für die Material­schleussung ringförmig herumgelagert waren. Getheilt war dieser Ringraum durch zwei Scheidewände Q( welche mit der Luft­schleusse und nach aussen durch Thüren R und S communicirten) in zwei Materialvorrathsräume à 4.5 Kubik­meter Materialfassung. Die schmiedeiserne Schleusse wurde auf den gusseisernen Senkeylinder durch die Vermittelung der Ring­platte P befestiget.

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Bezüglich der Arbeitsleistungen bei der Gründung der Brücke bei Argenteuil wird bemerkt, dass fünf Arbeiter, welche nach vier Stunden Arbeitszeit acht Stunden ruhten, häufig 6 Kubikmeter Material förderten das Maass der Senkung betrug öfters 2 Meter pro 24 Stunden.

Die folgende Tabelle gibt den Nachweis über verschiedene Details des Versenkungsprocesses:

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