IV. Eiserne Brücken,
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Die Kriegszeiten im Anfange unseres Jahrhundertes waren indess weder dem Reichenbach'schen Systeme noch den Wiebeking'schen diesfälligen Entwürfen günstig, und finden wir erst 1824 eine Röhrenbrücke über die Ocker in Braunschweig erbaut. Dieser Ausführung folgte 1828 der von Voigtmann geleitete und von Naht entworfene Bau der Peitzbrücke( 10.7 Meter Spannweite) über den Hammerstrom, deren Bogen aus 4 Röhren- Segmentstücken von 21 Centimeter äusserem Durchmesser und 2., Centimeter Wandstärke bestehen.
Obwohl das Reichenbach'sche Röhrenbogensystem hin und wieder bei Ingenieurbauten überhaupt Verwendung fand, so bewährte es sich doch in keiner solchen Weise, dass es aufrecht hätte erhalten werden können, weil insbesondere die ungleichförmige Flanchenspannung, die schon Wiebeking durch seine oben erwähnte Stossverbindung vermieden wissen wollte, und die Vielheit der Stossfugen den praktischen Werth des Systemes vernichteten. Selbst die Bemühungen des französischen Ingenieurs Polonceau, welcher die Röhre ellipsenförmig und später sogar rechteckig gestaltete, sie der Länge nach aus zwei Hälften zusammensetzte, dadurch in die Lage kam, mit den Stössen zu wechseln, und welcher den Hohlraum der Röhre zur grösseren Stabilität mit Holz ausfütterte; selbst diese ganz wesentliche Veränderung der Reichenbach'schen Idee konnte das System der Herstellung bogenförmiger Träger aus gusseisernen Röhren für die Länge der Zeit nicht aufrecht halten, denn die Polonceau'schen Ausführungen der 47., Meter Spannweite haltenden Carrouselbrücke in Paris( 1834), dann der Cloud- und Corbeilbrücke und der Eisenbahnbrücke über den St. Denis- Canal( Brücke Nr. 1) repräsentiren die kurze Cultimationszeit des Systemes, welches bald wieder erlosch, trotzdem die genannten Brückenbauten vielfache Veranlassung zu kleineren Werken derselben Construction gegeben hatten.
Thatsächlich tauchen auch gusseiserne Bogenbrücken überhaupt, jedoch versehen mit einer wesentlichen Neuerung, auf welche wir weiter unten zu sprechen kommen werden, hin und wieder, selbst noch in der Gegenwart auf, wie dies beispielsweise bei der 1866 erbauten Radetzkybrücke in Laibach( Röhrenbogen
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