IV. Eiserne Brücken.
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auch eine Kreuzung der entgegengesetzten Streben statt. Mohnié hat aber noch die Kreuzungsstellen schwach vernietet; er trat mit seinem Systeme( nach Erbkam,„ Zeitschrift für Bauwesen") im Jahre 1858 auf, während eine grössere Anwendung desselben jedoch erst anfangs der Sechziger Jahre, und zwar bei der Jum na- Brücke in Indien erfolgte. blad
Dieses Brückensystem, für welches wir in Rücksicht auf den gegebenen Grundgedanken die Bezeichnung System Mohnié beibehalten wollen, und welches in der deutschen Literatur zumeist als einfaches, respective mehrfaches, unsymmetrisches Fachwerksystem im Gegensatze zu dem symmetrischen mit Auskreuzung jedes Fachraumes bezeichnet zu werden pflegt, hat sich in der Neuzeit in ganz Europa und in jenen überseeischen Ländern, wo die europäischen Ingenieure hinwirken, derartig verbreitet, dass es heute als ein sehr beliebtes System bezeichnet werden muss, zumal die schon bedeutende Materialersparung, die grosse Einfachheit, die leichte Montirung und eine gewisse Durchsichtigkeit des Systemes Factoren bilden, welche in ihrer Gesammtwirkung sehr günstig auftreten. In Deutschland hat sich um die Einführung dieses Systemes Herr Director Gerber in Firma Klett und Comp. zu Nürnberg, in Oesterreich haben sich die Directoren v. Ruppert und v. Hornbostel darum wesentlich verdient gemacht.
In neuerer Zeit wurde das System Mohnié noch dahin vervollkommnet, dass, wenn es mit mehrfachen Diagonalen zwischen den Verticalen angewendet wurde, die betreffenden Kreuzungsstellen entweder gar nicht oder zur Vermeidung des Schlotterns nur lose genietet werden. Beispiele, welche für die Entwickelung dieses Systemes Zeugniss ablegen, sind:
a) Die 1861 erbaute Jumna- Brücke bei Alahabad im Zuge der Delhi- Calcuttabahn, erbaut von Strong( 14 Oeffnungen à 62.48 Meter Lichtweite);
2) Brücke über den alten Rhein bei Griethausen in der Linie Cleve- Zevenaar in der Rheineisenbahn, erbaut 1863 bis 1864 von Hartwich( eine Hauptöffnung von 100.42 Meter Lichtweite und 20 Oeffnungen à 18.29 Meter Lichtweite);
3) Inundationsbrücke über den Lek bei Kuilenburg, erbaut 1866 von van Diesen und von Jacoby, Haniel und Huysen( acht Oeff