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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
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V. Bewegliche Brücken.

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fällige Constructionsabsicht von Lüders genügend zur Anschauung; wir können nämlich bemerken, wie der nur in untergeordneter Weise mit den Brückenträgern verbundene Drehzapfen wesentlich nur zur Führung und die Drehung durch konische Laufräder vermittelt wird; der Rollkranz ist gezahnt und ruht auf einem Röhrenpfeiler.

B. Drehbrücken mit festen Zapfen und ohne Rollkranz. Die schon früher geschilderten Uebelstände der Umständ­lichkeit der Bewegung von Drehbrücken auf Rollkränzen und der vermehrten Reibung bei Senkungen des Kranzes und bei Abschliff den Rollen, sowie die unter Umständen auftretenden erheblichen Kosten haben, wie wir bereits erwähnten, schon in älterer Zeit zu dem Wunsche geführt, Drehbrücken zu construiren, deren Last ausschliesslich oder doch erheblich vorwiegend auf dem Drehzapfen ruht, und bei denen die Stützung durch Rollen ganz untergeordnet erscheint.

Dieses Streben ist durchaus nicht mit einem Male verwirk­lichet worden. Anfänglich stellte man, wie dies Teichmann schon 1812 bei der Antwerpener Brücke gethan, den Zapfen vom Hause aus etwas hoch, später hob man ihn, wie dies schon 1853 bei der Geestebrücke und 1861 bei der Geestemündener Haupteanalbrücke der Fall war, durch Keile, wobei dem Rollkranze aber immer noch ein bedeutender Theil der ganzen Brückenlast aufgelegt wurde.

Erst in der neueren Zeit und wie es scheint, erst in den Sech­ziger Jahren, construirten die niederländischen Ingenieure, welche das Gebiet der Drehbrücken von jeher ganz wesentlich cultivirt haben, ihre Drehbrücken derart, dass

die ganze Last der Brücke auf den Zapfen traf und die etwa vor­handenen Rollen nur ein seitliches Kippen der Brücke zu ver­hindern hatten. Die von den Holländern hierbei angebahnte Con­struction ist durch die zwischen 1866 und 1872 erbaute Oude­Maas- Brücke bei Dortrecht, welche wir als Ausstellungsobject noch zu schildern haben werden, genügend gekennzeichnet.

Eine andere unter den hauptsächlichen Lösungen der Aufgabe, bloss den Drehzapfen tragen zu lassen, hat Lüders in seinem ebenfalls zur Ausstellung gebrachten und weiter unten noch zu be­sprechenden Projecte einer Ueberbrückung des Lümfjord zwischen

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