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Das Bauernhaus mit feiner Einrichtung und feinem Geräthe.
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die Geräthfchaften, die Kleidung, die Speifen bereitet jeder von Grund aus fich felbft. Dabei ift unter ihnen eine Ordnung und Disciplin wahrzunehmen, wie man fie bei den Slovaken nicht findet, die fie in fruchtbareren Landftrichen umwohnen. Die Häudörfler find durchaus bekannt als tüchtige Arbeiter von zuverläffiger Ehrlichkeit. Körperlich find fie kräftiger als die Slovaken, ihnen auch in jeder Art von Arbeit überlegen. Sie verdienten in hohem Grade die Gunft der Regierung. Wo fie gröfseren Wohlftand errungen haben, wie in Krickerhäu, Deutfch- Praben, Schmidshäu, forgen fie zwar felbft für fich und bedürfen keiner Hilfe. Wo der Boden aber allzu arm ift, wie in Geidel, Münichwies, da wäre dringend geboten, dafs durch gute Schulen der einreifsenden Verwilderung Einhalt gethan würde. In Münichwies müffen die deutfchen Kinder in eine flovakifche Schule eines Nachbarortes gehen, lernen flovakifch lefen, und verftehen die Sprache nicht. Weil ihre Mundart nicht jedem verftändlich ift, wird behauptet, fie feien Halbflovaken, was unwahr ift. Wohl hat man ihnen flovakifche Beichtformeln und Gebete bei gebracht, auch lernen die Männer im Verkehre flovakifch; die Weiber können nur deutfch, die Sprache in der Familie ift die deutfche. Auch die Familiennamen find deutfch, nur theilweife amtlich ins Slovakifche überfetzt. Auch in Geidel ift leider die Schule fchlecht beftellt. Die Folge ift Verwilderung.
Das Haus ift eingefchloffen von der Hürde( jerte*), fo heifst der aus dünnem Holz- Flechtwerk beftehende Zaun. Die Häufer der Häudörfler ftehen einzeln, nicht neben einander verbunden. Sie find ganz von Holz, ohne Eifen-, Steinoder Ziegelbeftandtheilen, innen mit Lehm beftrichen. Alfo ganz noch wie Tacitus in der oben angeführten Stelle ein germanifches Haus befchreibt. Wie alle Häufer unferer Hinterwäldler, ift es ftockhoch,„ zweenftöckig", und befteht aus folgenden Beftandtheilen:
Das Erdgefchofs ift abgetheilt in ein Vorzimmer, durch das man eintritt, fürhaus genannt, und geradeaus, der Eingangsthür gegenüber das ft übel. Diefs ftimmt zu der oben gefchilderten Ein heilung des rheinfränkifchen Bauernhaufes. Das ftübel ift zugleich die Küche mit dem Herd. Ein Schornftein ift nicht angebracht. Der Rauch mufs durch Thür und Fenfter hinaus. Dasfelbe bemerkten wir beim altfächfifchen Bauernhaufe S. 7. Bemerkenswerth ift, dafs man bei alledem in den Häudörfern von Schadenfeuern nichts hört. Rechts vom fürhaus ift die ftube, das Wohnzimmer, der Hauptbeftandtheil des Haufes. Im erften Stocke heifst der gröfsere Raum ober dem fürhaus und dem ftübel die büne. Der Raum ober der Stube ift in zwei Kammern abgetheilt, wie im oberfächfifchen Bauernhaufe. Diefe Kammern find Vorrathskammern; wenn die Familie fich vergröfsert, Schlafkammern. Der Raum ober der Bühne und den Kammern, der oberite Raum unter dem Dache, fteht gewöhnlich leer und heifst das Oberfte (' s öberfchta). Von der Bühne aus geht noch eine Thür auf den hölzernen gang. der fich nach der Länge des Haufes und um die Ecke herum, auch der Stubenfeite des Haufes entlang, hinzieht. Der Nafenvorfprung des Daches auf diefer Seite, unten bunt bemalt, wird das türmel genannt. Die Höhe des Geidler Haufes bis zum Dachfirft beträgt 4 Klafter 5 Schuh. Die Länge der Eingangsfeite ift 4 Klafter 512 Schuh, die andere Seite 2 Klafter 5 Schuh. Das Vorarlberger, das Siebenbürger fächfifche und das croatifche Haus haben ungefähr die gleiche Höhe. In den gröfseren, wohlhabenderen Orten, wie z. B. in Deutfch- Praben, fieht man diefe Bauart fchon reicher entwickelt, fo dafs die Häufer ftädtiſches Anfehen gewinnen und einen malerifchen Anblick gewähren.
Wie das Haus dafteht, vertritt es die Bauart des deutfchen Hinterwäldlers Ungarns in den allerärmften Gegenden. Ohne Zufammenhang mit dem grofsen Volke, dem er angehört und von dem er wenig Kunde hat, abgefchieden
* Ich bemerke hier, dafs ich die Hauptwörter, wo fie in mundartlicher Form mitgetheilt find, in Uebereinstimmung mit denen aus fremden Sprachen, die zuweilen citirt werden, mit kleinen Anfangsbuchftaben fchreibe