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1.
1.
Das Bauernhaus mit feiner Einrichtung und feinem Geräthe.
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der ,, küttel". Ein röckel von weifsem Tuch wird über Alles angezogen. Die Braut ift mit einem Krönlein gefchmückt, Börtlein genannt( ,, pöartl"), in der Zips borten, wie in Siebenbürgen buerten, magyarifch und flovakifch wurde daraus párta.
Die Theile des Haufes haben wir fchon oben benannt. In der stube( das. Wort Zimmer ift ungebräuchlich, der Häudörfler kennt nur ftuben, ftübel und kamern) fehen wir aufser den ftühlen( der Ausdruck Seffel ift ungebräuchlich) und dem tifche, vor Allem den riefigen kachelofen und den zierlich bemalten Schrank, genannt die almrei", in Siebenbürgen armeroa. Ein den Ofen entlang, oben befeftigtes Geftelle aus fchmalen Brettern zum Wäfche trocknen heifst ft engeln. Neben dem Ofen befindet fich ein kleiner Herd, über dem ein irdener Schirm befeftigt ift, der in einen Schlauch endet und in die Wand hineinläuft. Diefs ift der k olofen, darauf wird Feuer an den Abenden gemacht; es dient zur Zimmerbeleuchtung. Die Zimmerdecke durchzieht der Hauptbalken, rûft genannt, fiehe oben S. 14, rôft, der die trêm, Tramen, trägt, fiehe oben S. 14, trôf. Der Wandrechen, auf dem das Gefchirr aufgehängt ift, heifst die reme, in Krickerhäu hräm, in Siebenbürgen riem f. f. d. Spinnrocken und Webeftuhl deuten auf die Winterarbeit in der Stube. Statt des Bügeleifens gebraucht die Häudörflerin noch das glättglas, das uns als alterthümliches Geräthe auffällt. Im ftübel finden wir aufser dem nöthigften Töpfergefchirr noch folgende Küchengeräthfchaften: Die butte, was man in Wien büttel nennt, mit einem Handgriff zu tragen; die mehltis, das Mehlgefäfs; das butterfafs( der in der Zips übliche Ausdruck kirn, Butterfafs, kirnen, buttern, kirnmilch, Buttermilch, in Siebenbürgen körmelch, holländ. kern, kernen fehlt hier),„ butterweffel", mit dem Stöfsel( ftierl); der trog, zum Brotteig Kneten; die knetfche, Geftelle für den Trog( vergl.„ die knetfche ift auf dem Wefterwald ein befonderes Brechbänkelchen"; Kehrein, Volksfprache in Nafsau, I, 232); die kärlein oder brotkärlein, die Brotformen; die ,, fche arr", die Trogfcharre; die kuchenfcheiben, vergl. Siebenbürgerfächfifch fchêf, runde Holzteller mit einem Stiel, zum Teiganmachen und dergl.; das tribholz, eine kleinere Art von Walgerholz zum Teig auswalgen; das ribeifen, das hackmeffer zum Aepfelfchnitz- Schneiden und dergl.; das leffelbretel, die kreck( Feuerkrücke) u. f. f.
Was die Speifen anbelangt, ift befonders hervorzuheben das lääbet, in Siebenbürgen lâwend genannt, eine Brühe oder Suppe. Befonders ift fchottenlääbet, Molkenfuppe, als Frühſtück beliebt. Doch gibt es auch ein krautlääbet, effiklääbet, bohnenlääbet, orbeslääbet( Erbfen) u. a. m. Eine Kuchenart, forbeng genannt, ift befonders in Geidel beliebt. Zu Weihnachten werden gewiffe Teigwürfel gebacken, man nennt fie krônhâpel ( Krähenhäupter) oder auch putfchkala, die dann mit Waffer überbrüht, mit Mohn oder mit Käfe beftreut, gegeffen werden. Bei den Slovaken heifsen diefe krônhâpel opekance. Eine andere Mehlfpeife, die mit Mohn, mit Käfe, wohl auch mit Pflaumenmus oder in der Suppe gegeffen wird, ist bei den Deutfchen im ungrifchen Berglande überall ausgebreitet, doch mit kleinen Veränderungen fowohl des Namens als auch der Zubereitung. Sie heifst in der Zips letfchelchen, lifchkelchen, lifchklerchen, in Geidel, wo fie als Weihnachtskuchen auftritt, loketfchen. Der hantlich, in Siebenbürgen honklich, ift in der Zips wohl noch allgemein bekannt, in Geidel nicht. In Deutfch- Praben hat man auch noch pêlfchen, in Siebenbürgen und in der Zips bêltfchen genannt, breitgebackene Kuchen; auch fankuchen( daher flovakifch pankuch, magyarifch fán k), was hier Eierkuchen find. Fleiſch ifst man in den Häudörfern wenig. Gemüfe find Erbfen, Bohnen, Linfen, Kraut, Rüben; in Krickerhäu heifsen die Möhren morchel, in der Zips muren. Unter erdappel verfteht man in Krickerhäu den Kürbis. Erdäpfel, meeräppel in Krickerhäu genannt, find beliebt. Hervorzuheben ift noch das Dürrobft, gedörrte Aepfel und Birnfchnitten