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234 Papierblumen.
zu benehmen. Dieselbe erfolgt jedoch erst, nachdem man die Blumenblätter ausgeschnitten hat, wobei man, sowohl der Zahl als der Reihenfolge nach, ganz so verfährt, wie bei den Stoffblumen angegeben worden. Man taucht nämlich sämmtliche Blätter nach und nach in mattgelb gefärbtes Wasser, legt sie dann, wie wir bereits an anderer Stelle angegeben haben, zum Trocknen auf Löschpapier und ordnet sie so, daß sämmtliche spitze Enden der Blätter in derselben Richtung zu liegen kommen. Nun bereite man in einer Untertasse eine nicht zu dunkle, gelbe Farbe, rühre dieselbe wohl um und gebe mit dem Pinsel der unteren Blattspitze einen etwas gelblicheren Ton; dann wende man dasselbe auf die andere Seite und verfahre hier ebenso, weil die von einer Seite aufgetragene Farbe das Reispapier nicht genügend durchdrängt. Sind die Blätter trocken, so lege man sie wieder zwischen angefeuchtetes Papier, um sie ohne Gefahr bonlen zu können. Das letztere muß vorsichtig geschehen und darf die Kugel nicht zu fest aufgedrückt werden; ebenso muß man sich hüten, das Papier mit den Nägeln zu berühren, da es leicht schadhaft wird.
Die weitere Modellirung der Blätter wird gleichfalls ganz in derselben Weise vorgenommen, wie wir sie bei der Stoffblume dieser Art angegeben haben; auch das Aufziehen derselben an den mit Baumwolle bedeckten Stiel geschieht in gleicher Weise. Bemerkt sei hierbei noch, daß bei den gefüllten Kamelias weder das Pistill noch die Staubfäden sichtbar werden.
Für den Kelch schneide man aus grünem Papier drei Blättchen nach dem Muster Nr. 1 und 3 nach dem von