Wollblumeii.
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wie beistehende Figur zeigt. Um in dem Blatte eine kleine Vertiefung oder Höhlung zu bilden, zieht man alsdann den Faden ein wenig an. Ebenso verfährt man in der entgegengesetzten Richtung, den ersten Wollfaden überkreuzend.
Für die Bereitung der Staubfäden präparirt man eine Auflösung von Gummi arabicum, der man ein wenig Gries und Safran beimischt. In diese Mischung werden nun die Enden von einigen zwanzig, mit Wachs getränkten, weißen Zwirnfäden eingetaucht. Nach dem Trocknen haftet der Gries an den Fadenenden und macht die Wirkung der kleinen Körnchen, welche in der Natur den Pollen der Blume anhängen.
Erst nachdem diese Fäden vollständig trocken geworden sind, ordnet man sie rings um ein Büschel von grüner oder gelber, gut gekämmter Wolle. (Siehe nachstehende Figur.) Die Blättchen sind so um den Kelch zu arrangiren, daß eines das andere überragt, dann mit feiner Wolle fest zu nähen. Ebenso heftet man die äußeren Rosenblüttchen an der Seite leicht aneinander.
Der Stengel der Rose wird wie der der anderen Blumen aus feinem, mit Wolle umwickelten Draht gebildet.