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Die k. k. Hof- und Staatsdruckerei : 1804 - 1904 ; [zur Feier des einhundertjährigen Bestandes der k. k. Hof- und Staatsdruckerei] / [Text.: Arthur Wilh. Unger...]
Entstehung
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Promptheit und Exaktheit in der Effektuierung der Aufträge wufjte die Staatsanstalt bald den Kreis der abnehmenden Behörden um beträchtliches zu erweitern und damit der Gefahr, da§ diese von der ihnen freigestellten Wahl des Lieferanten zu Ungunsten des Staats­instituts Gebrauch machen könnten, die Spitze abzubrechen« Als im Jahre 1867 der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften die unent­geltliche Benützung der Staatsdruckerei gegen Bewilligung eines Äquivalents entzogen und die Wahl der Druckanstalt überlassen wurde, bedeutete dies einen beträchtlichen Ausfall für die Staats­druckerei; dieser, sowie der Ausfall, welchen die staatliche Sonder­stellung der Länder der ungarischen Krone immer mehr fühlbar machen muffte, wurde zunächst wettgemacht durch die Übertragung der Herstellung der Staatsnoten» Die Einführung eines neuen wesent­lich niedrigeren Tarifs für die Herstellung der Druck-, lithographi­schen und autographischen ^Verke trug ihrerseits nicht minder dazu bei, das Arbeitsfeld der Staatsdruckerei zu erweitern» Zu den zahl­reichen amtlichen Bestellungen, neben welchen auch einzelne berück- sichtigenswerte private Aufträge unter den als zulässig vorgeschrie­benen Voraussetzungen übernommen wurden, kam die Herausgabe der Handausgabe der österreichischen Geseke und der kleinen Aus­gabe der Militärvorschriften, sowie die Herstellung von Karten und

Atlanten für Schulen»

enn bei diesem Stand der Entwicklung neuerdings versucht wurde, durch Errichtung einer internen Zöglingsanstalt für die Heranbildung geeigneter Arbeitskräfte für die Staatsdruckerei zu sorgen, so zeigte sich auch hiebei das Bestreben, in erster Linie den nächstliegenden praktischen Anforderungen gerecht zu werden, indem schon bei der Auswahl der zur technischen Ausbildung aufzunehmenden jugendlichen Personen