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Monarchie in Wort und Bild“« Diese ehrende Aufgabe erheischte die Errichtung eines eigenen xylographischen Ateliers, an dessen Spitze der Professor an der Kunstgewerbeschule des k« k« Österreichischen Museums für Kunst und Industrie, Wilhelm Hecht, gestellt wurde« Das Kupferstichatelier wurde in seinen Personalkräften reorganisiert, sowie eine Abteilung für Lichtdruckerei kreiert und der k« k« Professor an der Akademie der bildenden Künste, Johannes Sonnenleiter gewonnen, der Direktion in diesen Fächern mit seinem künstlerischen Rat zur Seite zu stehen« Die figurale £&&&£& Galvanoplastik wurde gänzlich eingestellt«
ÜSHuch im öffentlichen Wettbewerb sollte sich die Staatsdruckerei, wie sie es unter Auers Leitung getan, um die Anerkennung ihrer Leistungen nicht ohne Erfolg bemühen, dies selbst schon zu jener Zeit, wo sie noch um den Fortbestand ihrer eigenen Existenz ringen muffte« Auf der im Jahre 1867 zu Paris veranstalteten allgemeinen Kunst-, Industrieewerbeausstellung gaben die von der Staatsdruckerei vorgelegten Gegenstände, unter welchen namentlich die chromolithographischen Arbeiten hervorragten, kund, da§ die Anstalt sich in ihren Produkten mit den Instituten des In- und Auslands immer noch messen könne; erhöhte Bedeutung mu§te aber diese Ausstellung für die Staatsdruckerei gerade aus dem Grund erlangen, weil Direktor Beck daselbst wertvolle Neuerungen, namentlich auf dem Gebiet des Maschinenwesens, kennen zu lernen Gelegenheit hatte, die er alsbald in der Anstalt der Verwertung zuführen konnte« Nicht lange darauf, 1869, wurde die Kunst- und Industrieausstellung in Genf mit Erzeugnissen des Naturselbstdruck-Verfahrens beschickt« Von erheblicherem Belang für die Hof- und Staatsdruckerei war die Wiener Weltausstellung des Jahres 1873, auf welcher die Anstalt eine reiche Sammlung älterer und neuerer künstlerischer Arbeiten zur Schau stellte, unter denen namentlich die auf dem Gebiet der Photozinkographie, der Photolithographie, der selbsterfundenen Planotypie und des neu verbesserten Blindendrucks vorgewiesenen Produkte besonderen Beifall fanden« Auch auf zahlreichen anderen, größeren und kleineren österreichischen Ausstellungen waren Arbeiten der Staatsdruckerei zu sehen, so insbesondere eine reiche Sammlung von Stahlstichabdrucken, sowie Erzeugnissen der Stylographie und der Platogravüre auf der internationalen Ausstellung der graphischen Künste, welche im Jahre 1883 in Wien stattfand« Als im Jahre 1882 das vierhundertjährige Jubiläum der Einführung der Kunst Gutenbergs in Wien festlich begangen wurde und Wiens Buchdrucker-
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