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Urkunden zur Geschichte des Suezkanals / von Georgi und Albert Dufour-Feronce
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ihrem Aeußern nach imponirende Persönlichkeiten vertreten werden; letzterer Punkt ist in Paris sehr wichtig da dort mehr als irgend wo auf den innern Werth nach der äußeren Er­scheinung geschloßen zu werden pflegt.

In diesem Augenblicke erhalte ich noch Ihre geehrte zuschrift vom 2. d. mts. Es war mir schon bekannt daß die Oesterreichischen Corporationen, die Sie für den Comité d'Etudes angeworben haben, nur Sie in der Sache kennen, daher hatte ich auch in dem Circular in welcher ich sie zu einer Einzahlung aufforderte, auf Sie Bezug genommen.

Mit großer Freude habe ich ersehen, daß Herr von Bruck noch eben so warm für die Sache fühlt als zuvor, gewiß wird es ihm gelingen den Kaiser Franz Joseph zu überzeugen wie es für das Ge= lingen der großen Angelegenheit wünschenswerth, ja sogar nothwendig ist, daß sich der Herrscher Oesterreichs eben so für sie öffentlich aus­spreche wie der Kaiser Napoleon thut, damit compacter Einfluß dieser zwei Herrscher den entgegengesetzten Ansichten Lord Palmerston's und der, Gott sei Dank! in England immer schwächer werdenden Zahl seiner politischen Glaubensgenossen siegreich entgegen wirken können. Obgleich die Gesinnung dieser engherzigen Politiker der alten, selbst= süchtigen Schule in England nicht von sehr vielen getheilt wird, sind sie doch nicht ganz leicht zu besiegen, weil es im Orient immer leicht ist, eine Unternehmung, die Tätigkeit erfordert, aufzuhalten, und die Sachen in der Stabilität zu erhalten, die das Element der Orientalen ist und woraus er sich ohnehin nur ungern reißen läßt. Mit bekannter Hochachtung und Ergebenheit

gez. A. Dufour- Feronce.

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M. le chevalier de Negrelli. Commission Impériale

de l'Exposition Universelle

Cabinet du Secrétaire général.

Cher et digne ami.

Paris, le 14 avril 1855.

Votre lettre du 10 me réjouit et me rassure: Je commen­çais à être inquiet de votre silence, car vous ne nous aviez pas encore dit, si M. de Bruck et vous approuviez notre projet d'organisation de la compagnie universelle.

D'un autre côté, depuis son départ de Constantinople nous n'avons eu de notre ami M. de Lesseps que des nouvelles