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Male ganz dicht aufeinander und nun hatte man wirklich den Lindruck einer wie in den Ulpen kühn angelegten Gebirgsbahn.
Un der letzten Station vor Natadi überbrückt der Schienenstrang noch einmal einen tief im Tal rauschenden, bedeutenden Zufluß des Kongo, den Mposo, und gleich darauf wird ersterer selbst, den wir bei Leopoldville verließen, in ganzer Majestät wieder sichtbar, von hohen Bergen umrahmt, rauscht er in mächtiger Breite dem Meere zu. Line halbe Stunde noch, während der die Bahn am linken Ufer des Kongo allmählich absteigt, und der Zug fährt auf den Bahnhof von Matadi ein. Ls war 1/26 Uhr nach-
Matadi.
mittags. Line ganze Unzahl Luropäer wartete auf dem Bahnsteig, zum Teil auf uns, zum Teil aus den bald nach uns eintreffenden fahrplanmäßigen Zug. Herr Vizekonsul Schmidt, Inhaber des deutschen Hauses Walter Karl, und der Kommandant von Matadi empfingen uns und wiesen uns unsere (Quartiere an. Uuf dem Wege dorthin genossen wir einen hübschen Blick über die Stadt und den Hafen. Matadi ist als eigentlicher Hasenplatz des Kongostaates, bis wohin auch (Ozeandampfer den Strom befahren können, von großer Bedeutung. Zahlreiche Uegierungs- und privat- gebäude erstrecken sich vom Hafen aus bis ziemlich hoch aus die Berge des linken Ufers hinaus. Ulles ist aus Lisen und Wellblech gebaut und darum nicht so freundlich, wie wir es auf den Stationen des oberen Kongo zu finden gewohnt waren. Die Stadt ist übel beleumundet wegen ihrer großen Hitze, denn die umgebenden Berge halten alle Kühlung bringenden Winde fern. Wir fanden sie indessen, vielleicht dank unserer Gewöhnung an heißere Tem-
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