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Ins innerste Afrika : Bericht über den Verlauf der deutschen wissenschaftlichen Zentral-Afrika-Expedition 1907 - 1908 / von Adolf Friedrich Herzog zu Mecklenburg
Entstehung
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Hand in Hand mit den topographischen Arbeiten ging die geologische Erkundung des nordwestlichen Teils von Veutsch-Dstafrika, insonderheit die eingehende Untersuchung und geologische Rartierung desWeißen Fleckes". Das Zusammenarbeiten mit dem Topographen ermöglichte die Aufnahme eines geologischen Profiles von Bukoba quer durch Raragwe und Uuanda bis Rissenji am Riwu-Lee. Besondere Aufmerksamkeit wurde auf das etwaige vorkommen nutzbarer Mineralien verwandt. Die nach dieser Richtung hin angestellten Untersuchungen führten zur Auffindung von Lisenerzgängen in den (Huarziten. Ferner konnte ein wertvolles Beobachtungsmaterial über die Entstehung und Verbreitung der bisher fälschlich als Uaseneisenerze be­zeichneten eisenschüssigen Konglomerate gewonnen werden. Bereits Bornhardt hatte in seinem grundlegenden Werke über die Dberflächengestaltung und Geologie Deutsch-Gstafrikas darauf hingewiesen, daß diese im ganzen tropi­schen Afrika häufig vorkommende Gesteinsart keineswegs mit unseren Rasen- eisenerzen identisch ist, brachte indessen ihre Entstehung irrtümlicherweise mit dem Grundwasser in Verbindung. Weitere Ltudien waren den tropischen Verwitterungsformen gewidmet, ferner den heißen Quellen von Mtagata in Raragwe, sowie von Irungatscho und Maji ja moto im zentralafrikanischen Graben. Letztere Untersuchungen leiten bereits zu Rirschsteins mehr als halb­jährigen Tätigkeit im Vulkan- und Leengebiet über, deren Ergebnis die voll­ständige geologische Erforschung der virunga-vulkane nördlich vom Riwu-Lee hinsichtlich ihres Baues, der Eruptionsfolge ihrer Magmen, ihres Unter­grundes und ihrer Beziehungen zur Tektonik ist. Die Untersuchungen über den früheren Wasserstand und die Ausdehnung des Riwu- und des Albert Lduard-Lees, insonderheit über die Entstehung dieser beiden zentralafrika­nischen Leen und über ihre Beziehungen zueinander, führten endlich zu dem auf geologische und paläontologische Befunde gestützten Ergebnis, daß der Riwu- und der Albert Eduard-Lee vor der Entstehung der Vulkane ein zusammenhängendes Wasserbecken gebildet haben, das nordwärts etwa 45 Km über das heutige Nordufer des Albert Lduard-Lees hinausgereicht hat. Nicht ein schmaler Ranal (etwa der Rutschuru-Fluß) bildete einst die Verbindung zwischen den beiden Leen, sondern ein einziger großer Lee hat die Lohle der gewaltigen tektonischen Lenke ausgefüllt. Ls wurden im ganzen 28 Lasten Gesteine gesammelt. Davon entfallen allein l7 Lasten auf das Vulkangebiet,- 5 Lasten kommen auf die Gesteine des nordwest­lichen Teils von Deutsch-Gstafrika (Westufer des Viktoria-Lees, Raragwe,