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Deutsche Reiter in Südwest : Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika ; nach persönlichen Berichten / bearbeitet von Friedrich Freiherr von Dincklage-Campe
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dessen grauenvollen Spuren unsere Patrouillen nach der Regenzeit folgten, hatte sich fort­gesetzt in das Wüstengrab.

Aber auch bei dem Sieger machten sich die Folgen der vielfach bis zur Grenze menschlichen Könnens geleisteten Anstrengungen und' getragenen Entbehrungen geltend. Die Typhuslazarette nahmen manchen auf, der nur mehr ein Schatten war, und die Gräberfelder

von Epukiro, Owiuaua-Naua und Otjimbinde reden eine deutliche Sprache.-

Übergang Während die dem Oberst Deimling unterstellten Truppen gegen den neuen Feind

Lkatians- im Hottentottenland zogen, hielten die des Oberstleutnants v. Mühlenfels das Sandfeld 0 e?ero,and in weitem Bogen vom Epukirorivier bis zum Großen Omuramba umspannt, bis die im

Febr. Februar und Mai 1905 zum Teil bis zur englischen Grenze und durch das Kaukaufeld vorgetriebenen Erkundungen nur noch kleine, widerstandsunsähige Banden fanden.

Mai Mitte Mai gingen die Nordtruppen zu einer ständigen, in Postenbezirke eingeteilten Be­

setzung des Damaralandes über. Denn durch die das Sandseld umschließende Linie hindurch

warenHererotruPPsin verschiedener Stärke nach ihren alten Wohn­sitzen zurückgelangt, wo sie, namentlich von den Onjati- und Komasbergen her, durch Viehdiebstähle den Wiederbeginnenden Farmbetrieb störten. Eine planmäßige Streife über das Da- maraland und die anschließende Säu­berung des Komas­hochlandes räumten mit der Mehrzahl dieser Werfte auf, von denen ein Teil auf Walfischbaigebiet übertrat.

No». So war der Bodeu bereitet für den Aufruf des im November 1905 im Schutzgebiet

eingetroffenen Gouverneurs von Liudequist an das Volk der Hereros. In Scharen stellten sie sich besonders bei den Sammelstellen der Rheinischen Mission. Mitte des Jahres 1906 konnte das Damaraland als befriedet gelten, wenn auch Diebstähle seitens unbewaffneter Feldhereros gelegentlich noch vorkamen.

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«ag° Im äußersten Süden des Schutzgebiets, wo der Aufstand begonnen hatte, war Oberst des^Leutwein an dem Tage, an dem die Kompagnie Franke vor Okahandja erschien, in Kalk- " 27./1. sontein zu einem Abschluß mit den Bondclzwarts gekommen, dessen Bedingungen Wafsenabgabe, Landabtretung und Auslieferung von Rädelsführern die versammelten Kapi­täne des Namalandes zustimmten. Doch war die nach Abmarsch der anderen Truppen wieder allein im Süden verbleibende 3. Feldkompagnie zu schwach, den unruhigen Eingeborenen Achtung vor deutscher Macht, den Ansiedlern das Gefühl der Sicherheit zu geben.

Kriegsgefangene Hottentotten auf der HMschinfel in üer LüderitzvuLt.

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