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Deutsche Reiter in Südwest : Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika ; nach persönlichen Berichten / bearbeitet von Friedrich Freiherr von Dincklage-Campe
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Patrouille des Oberleutnants Starck in schwierigem Gelände. Nach einer Aufnahme des ihn begleitenden britischen Majors Wade.

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ngra Pequena! der Name klang uns noch als Nachhall aus der Zeit unserer ^ WI jungen Kolonialbegeisterung Mitte der achtziger Jahre. Aber wie viele daheim hatten den Entwicklungsgang in der angeblichen Streusandbüchse des neuen Deutschen Reiches verfolgt, wie viele kannten sie, die südwestafrikanischen Reiter, als im Januar 1904 die Hiobspost von der sizilianischen Vesper im Schutzgebiet uns zu Ohren drang! Und doch hatte in dem von der Natur anscheinend so stiefmütterlich bedachten Lande deutsche Tatkraft trotz unzulänglicher Mittel schon ansehnliche Werke geschaffen, doch war die mit ihrem Schutze betraute Truppe, eine selten kernige Schar, zu Stolz berechtigt auf ihre kurze Geschichte, deren Ruhm Namen wiedie Naukluft" künden.

Noch die ersten Ereignisse im äußersten Süden hatten nachhaltige Teilnahme nicht zu wecken vermocht: der Tod des Diftriktschefs von Warmbad, Leutnants Jobft, die Be­lagerung der Station durch die Bondelzwarts und ihr Entsatz durch den mit 18 Weißen von Keetmannshoop herbeigeeilten Hauptmann von Koppy, das Gefecht bei Sandfontein, die bei Hartebeestmund über den Oranje gedrängte Bastardabteilung unter Oberleutnant Böttlin. Eher schien der durch Verpflegungsschwierigkeiten beeinflußte langsame Fortgang der Dinge dazu angetan, etwa erwachtes Interesse zu schwächen.

Da, am 12. Januar 1904, in dem von Truppen fast entblößten Norden der über­raschende Ausbruch des Hereroaufstands, die Ermordung der vereinzelten Weißen und die Zerstörung ihres Besitzes, Gefahr für die Stationsorte, .Unterbrechung der Verbindungen! Die Hereros hätten den Plan nicht besser geheimhalten, nicht zu günstigerer Zeit losschlagen können es stand alles auf dem Spiele.

Aber in diesen kritischen Tagen zeigte sich deutsche Art! Alle größeren Stationen wurden gehalten; nur Namutoni an der Ovambogrenze räumte die kleine Besatzung nach vorbildlicher Gegenwehr. Von Swakopmund bahnte sich Oberleutnant von Zülow den Weg zu dem am schwersten bedrängten Okahandja, zur Sicherung der Verbindung mit der

Deutsche Reiter in Südwest. 2

1903 25./10.

1 ./ 11 . 20. U. L1./11.

1904 12 ., 1 . Herero- cuifstaiid

15.,'1.

Erster Bon