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Deutsche Reiter in Südwest : Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika ; nach persönlichen Berichten / bearbeitet von Friedrich Freiherr von Dincklage-Campe
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Bei Otjihinamaparero, am 25. Februar 1904.

Die Lage war äußerst kritisch geworden. Der Feind, der aus den Bergen von Osten her zahlreiche Verstärkungen erhalten hatte, zog diese auf seinem rechten Flügel zusammen, um einen um­fassenden Angriff gegen den linken, schon zurückgezogenen Flügel der kleinen deutschen Schar unter Oberleutnant Freiherr» von Schönau-Wehr vorzubereiten. Major von Estorfs erkannte sofort die drohende Gefahr und zog alle nur entbehrlichen Gewehre aus der Mitte aus den geiährdeten linken Flügel. Im Augenblick höchster Gefahr sandte er durch einen Reiter dem Führer des rechten Flügels, Hauptmann Franke, den Befehl, mit zwei Zügen die Stellung zu halten und mit den beiden anderen sofort dem linken Flügel zu Hilfe zu eilen, da dieser von der Übermacht des Feindes schon um­gangen war. Die unverzügliche Ausführung dieses Befehls brachte der Abteilung den Sieg." (Vgl. die Gefechtsskizze von Otjihinamaparero Seite 210.)

Beilage zu:Dincklage, Deutsche Reiter in Südwest/

Deutsches Berlagshaus Bong L Co., Berlin IV. 57.