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Deutsche Reiter in Südwest : Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika ; nach persönlichen Berichten / bearbeitet von Friedrich Freiherr von Dincklage-Campe
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Grafen von Kageneck: Unteroffiziere Gerber, Hübner, Nickel; Reiter Backhaus, Dreesen, Marckwardt, Moser, Oskamp. Verwundet wurden: Unteroffizier Wanne­macher, Gefreiter d. R. Bolies, Reiter Elias, Heinz, Kulke, Lang, Ossendorf, Schäfer, Schäferlein genannt Mater, Sanitätsunteroffizier Schuck.

Hermann Heinz,

ehem. Reiter in der Kaiser!. Schutztruppe f. D.-Südweftafrika, z. Zt. Elberfeld.

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Der Ausguck in der Baumkrone.

Eine Episode aus dem Gefecht bei Hamakari (Waterberg), 11. August 1904.

Unsere Erwartung, den Hereros schon in aller Frühe die ersten blauen Bohnen zu­senden zu dürfen, war an dem ausgezeichneten Kundschafterdienst derselben zunichte geworden. Um 6 Uhr sollte der erste Schuß fallen, und schon war es 8 Uhr, und wir drängten noch immer in steter Gefechtsbereitschaft, die Artillerie rechts gestaffelt der Pad, dem Feinde nach, ohne ihn zu fassen. Während vorher Steppe und dichter Busch abwechselten, nahm die Gegend bald einen waldartigen Charakter an. Zur linken Hand, in bläulichen Schimmer gehüllt, ragte ein kompakter Gebirgsstock, der ungefähr in der Mitte einen tiefen Einschnitt zeigt und in dessen Höhe wir uns befanden, hervor, der Waterberg. Die Artillerie mußte wegen der Unwegsamkeit bald wieder die Pad aufsuchen, auch für uns war es nicht leicht, in dem dichten

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...öd-

Sergeant Koch auf seinem treuen Afrikaner.