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Mineralische Kohle : (Gruppe I, Section 1) ; Bericht / von J. Pechar, A. Peez
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J. Pechar, Dr. A. Peez.

für die anderen Länder einen kleinen Theil am Welthandel in Kohle zu erkäm­pfen. Für Deutfchland, welches, von Weftphalen aus, nach den Mündungen des Rheins und der Wefer nicht weit hat, wäre diefs leicht, für Oefterreich zwar fchwieriger, aber nicht unmöglich; eine Frage, die wir fpäter kurz befprechen werden. Ueber die Einzelheiten des englifchen Kohlenexportes gibt folgende Tabelle Auffchlufs:

Englands Ausfuhr an Kohle und Coken.

Menge

Werth

Nach

1872

1873

1872

1873

englifche Tonnen

Pfund Sterling

Rufsland.

796.178

613.831

625.170

652.489

Schweden und Nor­

wegen

765.308

788.782

603.998

813.129

Dänemark

641.508

589.512

469.188

576.123

Deutſchland.

2,113.589

1,674-397

1,538.957

1,689.593

Holland

471.459

467.147

339.122

501.676

Frankreich

2,191.855

2,475.649

1,502.066

2,304.706

Spanien und die

canarifchen Infeln.

637.046

613.023

571.069

741.474

Italien

928.870

796.930

706.772

811.540

Brafilien

329.584

395.249

328.104

464.210

Britifch- Indien.

549.486

540.118

498.236

585.610

Uebriges Ausland.

3,773.611

3,677.695

3,259.639

4,065.068

Summe

13,198.494 12,632.333 10,442.321

"

13,205.618

Unter der Rubrik Andere Länder" find die wichtigften: Egypten mit einem Empfang von 451.912 Tonnen im Jahre 1871, ferner Weftindien mit 457.212 Tonnen, die Türkei mit 277.004 Tonnen, Britifch- Nordamerika mit 189.274 Tonnen, die Vereinigten Staaten mit 151.848 Tonnen; Malta erhielt 186.957 Tonnen, Gibraltar 131.331 Tonnen, Peru 109.393 Tonnen, Chili 101.203 Tonnen, Uruguay 96.648 und China 90.575 Tonnen. Oefterreich bezog von England 85.016 Tonnen Kohle und 7.104 Tonnen Coke, die Donaufürften­thümer, welche ihren Kohlenbedarf früher oder fpäter von Oefterreich entneh­men werden, 38.704 Tonnen Kohle u. f. w.

Wie aus obiger Tabelle folgt, macht fich die Theuerung der englifchen Kohle in den Abfatzverhältniffen derfelben bereits geltend. Zwar behalten jene Länder, welche vermöge ihrer natürlichen Befchaffenheit die einheimifche Production nicht bedeutend fteigern können, wie z. B. Frankreich und Scan­dinavien, ihre gewohnten Einfuhrmengen bei oder erhöhen diefelben noch, wie letzteres namentlich bei Schweden der Fall war, deffen blühende Eifen­induftrie auch in 1873 vergröfserte Mengen von Kohle und Coke bedurfte. Wo aber die einheimifche Kohlenproduction bereits entwicklungsfähig und leiftungskräftig ift, wie z. B. in Deutfchland, da ift eine nicht unwefentliche Abnahme des englifchen Imports zu bemerken, und dasfelbe gilt für folche neutrale Märkte, wo bisher die englifche Kohle mit der Kohle anderer Länder zu concurriren hatte, wie z. B. in Holland. Im Ganzen hat jedoch England, ungeachtet der enormen Preisfteigerung, feine Abfatzmärkte mit ftaunens­werther Kraft und Zähigkeit feftgehalten, worin der ficherfte Beweis für das Gewinnbringende des englifchen Kohlenhandels erblickt werden mufs. Im An­fang 1874 ift die Ausfuhr englifcher Kohle wieder geftiegen. Sie betrug bis