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Guftav Noback.
Die Menge des zu quetfchenden Malzes, fowie die Feinheit des Schrottes läfst fich durch angebrachte Stellfchrauben fchnell und leicht reguliren.
Das von gleicher Firma ausgeftellte Patent- Maifchwerk umfafst einen eifernen Maifch- fowie den eifernen Läuterbottich, welche auf einem combinirten eifernen Säulengeftelle in gleicher Höhe derart fituirt find, dafs vom Maifchbottich die Maifche in die tiefer liegende Maifchpfanne und aus dem Läuterbottich die Würze durch den Grant in die tiefer liegende Würzpfanne von felbft abfliefsen können. Diefe Gruppirung der Bottiche ermöglicht es, dafs während des mehrftündigen Abläuterns( welches fich nicht forciren läfst) durch das felbftftändige Abfliefsen der Würze in die Pfanne der Betrieb einer Würzepumpe gänzlich entfällt.
Die zum Betriebe der Maifch- und Treberaufhackmafchine dienenden Transmiffionswellen find unterhalb der Bottiche auf einem eifernen Trägergeftelle gelagert und vermitteln die Bewegung auf genannte Mafchinen durch FrictionsKeilräder. Die Aus- und Einrückung diefer Keilrädchen erfolgt mittelft Handrädchen auf Schraubenfpindeln. Es gewährt diefe Art des Antriebes den Vortheil, dafs weder Riemen noch Zahnradüberfetzungen erforderlich find.
Durch eben folche Keilrad- Transmiffion werden auch die erforderlichen Vorgelegswellen der Centrifugal- Maifch- und Würzepumpen von der erwähnten Hauptwelle aus in Bewegung gefetzt.
Ein weiterer Hauptvortheil diefer Maifchwerks- Dispofition befteht auch darin, dafs die fonft üblichen, den Bau vertheuernden unterirdifchen TransmiffionsCanäle entbehrlich find, und der Raum unterhalb der Bottiche mit der leicht zugänglichen und überfichtlich gelagerten Transmiffion die Comunication im Sudhaufe frei hält.
Der Unterfchied der von Brüder Noback& Fritze ausgeftellten Maifchmafchine gegenüber den gewöhnlichen Conftructionen liegt insbefondere darin, dafs durch die Anwendung der Wechfelräder ein vollkommenes Durchmaifchen und nicht wie bei den meiften Maifchmaſchinen nur eine rotirende Bewegung der gefammten Maifche im Bottich erzielt wird. Auf dem Maifchbottichrand befindet fich ein felbftthätiger Vormaifch- Apparat, beftehend aus einem kupfernen Waffercylinder, in deffen Innerem ein flaches Durchgangsrohr, zick- zack gebogen, eingelöthet ift. Durch diefes letztere fällt das zum Maifchen beftimmte Malzfchrot. Während des Paffirens fpritzt durch feine Oeffnungen kaltes, laues oder warmes Waffer aus dem oben erwähnten Cylinder zum Malzfchrot und ergibt auf diefe Weife, ohne dafs die mindefte Verftäubung von Malzmehl eintritt, eine Vormaifche, welche direet dem Maifchbottich zufliefst.
Die von Brüder Noback& Fritze in Prag ausgeftellte, zu dem PatentMaifchwerk gehörende Treberaufhackmafchine ift ihrer Conftruction nach ganz neu und erfüllt ihren Zweck infofern vollkommen, als das Durcharbeiten der Treber nach dem Abläutern der erften Würze mit den fchraubenförmig und zugleich fchaufelartig geformten Aufhackmeffern in einer gründlichen Weife vollführt wird. Auf die durch die Aufhackmafchine vollkommen aufgelockerten und durcheinander gearbeiteten Treber wird aus dem mit der Mafchine verbundenen, felbftthätigen Aufgufsapparat( Anfchwänzmafchine) das heifse Anfchwänzwaffer in Geftalt von feinen Strahlen gleichmäfsig vertheilt. Die am Boden des Läuterbottichs befindlichen kupfernen Läuterböden find, um das Ablaufen der Würze möglichft zu befchleunigen, mit einer fehr grofsen Anzahl gleichmäfsig vertheilter feiner conifcher Löcher verfehen. Unterhalb diefes Bodens wird die klare Würze durch vier Rohre dem Grant zugeführt, von welchem fie in die tiefer liegende Würzepfanne abfliefst. Eiferne Treppen und Perrons vermitteln die Communication zwifchen den Bottichen und den Pfannen, fo dafs bei der grofsen Ueberfichtlichkeit diefes Patentmaifchwerkes die Arbeit im Sudhaufe fich in exactefter Weife nur durch Verwendung einer einzigen Perfon ausführen läfst.