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Spritzen und Pumpen : (Gruppe XIII, Section 2) ; Bericht / von Peter Zwiauer
Entstehung
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Spritzen und Pumpen.

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auf der Ausstellung war, ftand die Mafchine vertical und ftatt der kleinen vorer. wähnten Kurbel war ein kleines Excenter angebracht, welches fowohl die Steue­rung des Hauptfchiebers als auch die Hilfswirkung auf die Welle zu beforgen

hatte.

Bei den Mafchinen mit zwei und drei Hauptcylindern fällt felbftverſtänd­lich diefe Einrichtung weg, denn diefelben haben keinen todten Punkt mehr. Solche eincylindrige Mafchinen find im Befitze der Städte Wien und Peft, und follen fehr zufriedenftellende Refultate geben.

Die fämmtlichen Pumpen von Shand find mit Speifepumpen fowohl als Injectoren verfehen, welches von grofser Vorficht zeigt. Diefe Beftandtheile, fowie fämmtliche Keffelarmaturen find von Kanonenmetall, und die Ein- und Aus­ftrömmungsrohre find Kupfer, beide für die grofsen Cylinder gemeinfchaftlich. Die Mafchinen können 30 bis 200 Touren machen.

Ziehen wir aus den Betrachtungen über diefe Pumpen einen Schlufs, fo müffen wir uns geftehen, dafs durch die Kurbeln, Excenter mit ihren Lagern und Büchfen ein gewifs nicht unbeträchtlicher Theil der aufgewendeten Dampfarbeit durch Reibungswiderstände verloren geht. Jedenfalls aber haben diefe den Vor­theil, dafs man eine genaue Hubbegrenzung hat und, falls etwas an der Mafchine in Unordnung fein follte, auch durch Drehung der Achfe von Hand die Pumpen leicht in Gang bringen kan was bei den direct wirkenden Pumpen faft unmöglich ift.

Ift bei den Spritzen ohne rotirende Bewegung etwas feft geworden, fo ift es fchwer, dem Uebel ohne Dampf abzuhelfen, und dann gehört grofse Vorficht dazu. Doch dürfte bei ordentlicher Wartung diefer Unfall nicht oft vorkommen. Vergleichen wir nun die beiden Syfteme gegeneinander, fo finden wir, dafs jedes derfelben feine Vorzüge hat, welche eben nach Umftänden höher oder geringer anzufchlagen find. Je nachdem man alfo gröfsere Sicherheit gegen das Feftfetzen der einzelnen Theile und durch genaue Hubbegrenzung und geringere fchädliche Räume geringeren Dampf, refpective Kohlenverbrauch ver langt, fich dagegen das Unangenehme, was die gröfsere Complicirtheit diefer Pumpen mit fich bringt, gefallen laffen will, fo verdient die Spritze von Shand Mafon& Co. den Vorzug; will man Einfachheit im Mechanismus, wie diefe bei den Spritzen von Merryweather geboten wird und durch fleifsiges Nach­fehen der Kolben ein Feftfetzen derfelben vermeiden, dagegen einen etwas gröfseren Dampfverbrauch( derfelbe ift nur nach Percenten zu meffen), fo wähle man das Syftem von Merryweather& Sons.

Noch einer Dampf- Feuerfpritze haben wir zu gedenken, welche im deut­fchen Annex ftand, und von Lange& Gehrckens in Ottenfen ausgeftellt war Es ift diefs eine dreicylindrige horizontale Spritze mit rotirender Bewegung. Die Schwierigkeit, die Schwungradachfe in die Mitte zwifchen Dampf- und Waffer­cylinder zu legen, ift durch Anwendung von Kurbelrahmen behoben.

Die Anordnung der übrigen Theile ift fehr ähnlich der Spritze von Shand Mafon& Comp. Die Belaftung durch den Keffel fällt direct auf die hintere Achfe. Feuerthüre und Kohlenbehälter find felbftverſtändlich hinten angebracht, um von dem Fufsbret aus die Feuerung zu beforgen. Diefs find die ausgeftellten Syfteme von Dampffpritzen mit Kolbenpumpen. Wir werden fpäter noch einer Dampffpritze begegnen, welche nach ganz anderen neuen Principien conftruirt ift, und fchliefsen hiemit den Theil über Kolbenpumpen ab.

Die fchon bei der Cameron'fchen Pumpe erwähnte Firma Whitley Partner hatte ein fehr intereffantes Pumpendetail ausgeftellt, die Field'fchen Lippenventile. Diefelben beftehen aus zwei runden Kautfchuktrichtern, welche aus ziemlich ftarken Platten gefchnitten werden und an dem inneren Umfang durch uförmige Ringe umfasst werden. Die Kautfchukklappen haben ftets die Neigung, ihre conifche Form einzunehmen. Daran find fie dadurch verhindert, dafs man beide gleich