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Spritzen und Pumpen : (Gruppe XIII, Section 2) ; Bericht / von Peter Zwiauer
Entstehung
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Spritzen und Pumpen.

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Ausgufsöffnung angebracht, aus welcher die gehobene Flüffigkeit abftrömt. Die Bewegung des in dem Rohre befindlichen Theiles der Kette ift felbftverständlich die auffteigende. Um die Kette zu bewegen, ift diefelbe oben über ein Ketten. rad gefchlagen, welches genau der Form der Kettenglieder und Teller ent fprechende Vertiefungen an feinem Umfange hat. Wird diefes Rad in drehende Bewegung verfetzt( durch eine Handkurbel), fo folgt die Kette diefer Bewegung und geht durch das Rohr aufwärts, auf der andern Seite abwärts.

In dem Brunnen, oder überhaupt in dem auszufchöpfenden Raume faffen die Scheibchen( Teller) Flüffigkeit in das Rohr,( welches in die Flüffigkeit taucht) und bilden alsdann kleine Kolben, welche aber, da keine befondern Dichtungen vorhanden find, keinen genauen Abfchlufs mit der Cylinderwand hervorbringen. Bis die Teller an das obere Ende des Rohres gelangen, ift felbftverständlich nur wenig Flüffigkeit gefolgt, doch wird das Zurückblei­bende von den nachfolgenden Scheibchen aufgenommen. Dafs der Wirkungs­grad einer folchen Pumpe nicht fehr grofs ift, liegt auf der Hand, doch haben fie ihre Berechtigung zum Schöpfen von fehr unreinen, confiften­ten Flüffigkeiten( Jauche, dickflüffige Maifche etc.), weil kein Theil an der einfachen Mafchine vorhanden ift, der fich verftopfen könnte oder durch Ver­unreinigung leiden würde. Für diefe Zwecke ift es fchwer, gute Pumpen zu bauen, und find alsdann höchftens Schieberpumpen noch anwendbar. Jeden. falls find die Kettenpumpen nur dort zu empfehlen, wo man nicht fehr hohe Anfprüche an die Kraftverwerthung macht. Ausgeftellt war diefe Pumpe oder eigentlich nur das Gehäufe mit dem Kettenrade von der amerikanifchen Firma W. B. Douglas durch John G. Rollins& Comp. in London, aufserdem von J. Warner& Sons in London. Bemerkenswerthes ift an beiden Conftruc tionen nichts.

Die nun zu befprechenden Pumpen find die rotirenden. Es waren diefe von allen Ländern in grofsen Mengen ausgeftellt, erhoben fich aber nur felten über das Niveau des Bekannten. Obgleich erwiefen ift, dafs die Centrifugalpumpen faft immer einen geringeren Nutzeffect haben als Kolbenpumpen und nament lich durch die grofse Umfangsgefchwindigkeit fehr oft Anlass zu Mifslichkeiten durch die Zapfen geben, dafs ferner auch fehr ftarke Vibrationen entſtehen, fo wird doch diefe Pumpe mehr angewendet als fonft irgend eine, weil fie einige aufserordentliche Vortheile bietet im geringen Anspruch an Raum und in der grofsen Ausdehnbarkeit der Leiftung durch Vergröfserung der Umfangsgefchwindig­keit. Die Nachtheile können unter Umständen verfchwindend fein gegen die Vor­theile, wenn man bedenkt, wie grofs Unterfchied an Raum und an Kapital bei einer Centrifugal- und einer Kolbenpumpe für gleiche Leiftungen ift. Es ift alfo erklärlich, dafs diefe Pumpen in grofser Anzahl ausgeftellt waren. Was die Con ftruction anbelangt, fo war faft durchgängig das bekannte Syftem vertreten, von Rädern mit gekrümmten Schaufeln und gekrümmten Seitenwänden, wobei die Ein­ftrömung im Innern des Rades gefchah, während die Ausftrömung tangential auslief. Was die Schaufelform anlangt, fo dürfte wohl kaum noch fo arg gefündigt worden fein, als mit den Schaufelcurven. Man konnte die allerverfchiedenften Conftructionen fehen.

Eine ganz eigenthümliche Conftruction hatten die von der Firma Nagel und Kaemp in Hamburg ausgeftellten Centrifugalpumpen mit äufserem Leit­fchaufelapparat und radialem Austritte, eine mit verticaler, eine mit horizontaler Achfe. Die Anwendung des Leitfchaufelapparates bei Centrifugalpumpen bezweckt den Austrittsquerfchnitt je nach der Förderhöhe gröfser oder kleiner machen zu können. Nähere Auskünfte konnten und wollten die Herren Nagel& Kaemp über ihre Conftructionen nicht geben, weil fie für ihre Originalität fürchteten. Es war daher'dem Berichterstatter unmöglich, genaueren Einblick in die Conftruction zu