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Carl Pfaff.
Riemenfcheiben. Indem fich der Zahn a gegen den Arretirungshebel anlegt, ift auch die Wechfelplatte an der Drehung gehindert und das ganze Syftem verfchloffen. Wird nun durch den Fufstritt und die rückwärts liegende Stange der Arretirungshebel ausgelöft, fo wird die Spule frei, der Riemen wickelt fich rafch ab und der Fallklotz fällt herab. Jetzt ift auch die Wechfelplatte frei und fällt mit dem Hammer herab. Hierbei kommt fie in Pofition II. In der Wechfelplatte befindet fich eine Nuth, deren äufsere fefte Wände von der Platte und deren innere von einem verftellbaren Daumen gebildet werden. Indem nun die Platte finkt, gleitet der Daumen an dem Zapfen des Steuerhebels vorbei und verfchiebt ihn, nehmen wir an, nach links fo lange, bis der Anfatz des Daumens auf den Zapfen ftöfst. Dann hört die Bewegung der Wechfelplatte auf und der Daumen wird z. B. in Pofition II nach links gedrückt. Hierbei überfpringt ein Dreieck am oberen Ende des Daumens die darauf wirkende Feder, fo dafs diefe fortan den Daumen nach links drücken will. Wird nun die Wechfelplatte wieder gehoben, fo macht fich der Zapfen des Steuerhebels zwifchen der feften Wand der Nuth und dem Daumen gerade fo viel Platz, um durchzukommen. Sobald er aber paffirt ift, fchliefst fich der Daumen an die fefte Wand an und beim nächsten Fallen der Wechfelplatte mufs der Zapfen des Steuerhebels nach rechts gehen. Pofition III. Wenn bei der Ingangfetzung des Hammers darauf gefehen wird, dafs die Richtung des Riemens auf der Spule mit der Stellung der Wechfelplatte übereinstimmt, fo wird beim weiteren Betriebe die Spule immer mit derjenigen Riemenfcheibe verkuppelt werden, deren Umdrehung in demfelben Sinne erfolgt, wie die der Spule beim Abwickeln des Zugriemens. Ift dann weiter die Länge des Riemens fo regulirt, dafs er gerade abgewickelt ift, wenn der Fallklotz auffitzt, fo erfolgt die neue Hebung fofort nach dem Auffchlagen.
Der Hammer fchlägt fo lange fort, als der Arretirungshebel ausgelöft ift. Sobald aber der Fufstritt losgelaffen wird und der Fallklotz emporgehoben ift, und mit ihm die Wechſelfcheibe, fällt der Arretirungshebel wieder ein und hält die Spule fammt dem Fallklotz feft. Das ganze Arrangement ift fehr hübfch ausgedacht und eignet fich vorzüglich für leichte Fallhämmer.
Excenterpreffen.
In Fig. 46, Taf. XII, ftellen wir eine Durchftofsmafchine und Excenterpreffe derfelben Firma vor, bei welcher das Hauptgewicht auf die Verwendung als Preffe gelegt ift. Es ift nämlich die Tiefe, bis zu welcher der Stofs bei fonft gleich bleibendem Hube herabgehen kann, regulirbar. Auf dem excentrifchen Zapfen der Antriebswelle fitzt eine ziemlich grofse excentrifche Büchfe, welche in der Mitte ihres Umfanges Schneckenzähne trägt, zu beiden Seiten derfelben aber glatte Flächen darbietet, deren vordere durch einen fchwachen Flantfch begrenzt ift. Sie ift in dem erweiterten und oben aufgefchnittenen Ende des Druckstückés eingelagert, und es ift klar, dafs durch Verdrehung der excentrifchen Büchfe die wirkfame Länge des Druckftückes verändert wird. Diefe Verdrehung erfolgt mittels einer Schnecke, die im oberen Ausfchnitte des Druckftückes liegt und rechts einen Handgriff hat. Damit aber bei der Arbeit kein übermäfsiger Druck auf die Zähne komme, wird die Schneckenachfe als Klemmfchraube benützt, um das obere Ende des Druckftückes zufammenzuziehen und die excentrifche Büchfe durch Reibung feftzuhalten. Sobald die richtige Einftellung vollendet ift, wird zu genanntem Zwecke die Schneckenachfe feftgehalten und die links befindliche Mutter feft angezogen.
Eine weitere Eigenthümlichkeit unferer Mafchine befteht in der übrigens auch fchon durch Patronenpreffen bekannt gewordenen Auslöfung. Das grofse Antriebsrad ift lofe auf der Excenterwelle und kann mit derfelben durch einen