Mafchinen zur Bearbeitung der Metalle.
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Keil verbunden werden, der fich in axialer Richtung verfchiebt und durch eine Feder im eingelöften Zuftande erhalten werden will. Der Keil liegt in einer Hülfe, welche auf der Achfe feftfitzt und ihm hinreichend Führung gibt. Gegen den Ständer zu hat er einen vorfpringenden Anfatz. Es ift nun ein halbkreisförmig gebildetes Keilftück vorhanden, welches fich ebenfalls durch eine Feder feft gegen die Hülfe anlegt, in welcher fich der Keil fchiebt und die fchiefe Ebene desfelben ift gegen den Ständer zu gekehrt. Durch den Fufstritt kann das halbkreisförmige Stück von der Hülfe fo weit entfernt werden, dafs der Anfatz des Keiles frei paffirt; wird aber der Fufstritt frei gelaffen, fo legt fich das halbkreisförmige Stück an die Hülfe an, der Vorfprung des Keiles trifft auf die fchiefe Ebene und der Keil wird zurückgezogen. Die Räder gehen weiter, aber die Achfe fteht ftill. Die Einrichtung ift fo getroffen, dafs der Stillftand immer dann erfolgt, wenn der Stofs am höchften ſteht.
Wenn der Arbeiter den Fufstritt niederdrückt und gleich wieder frei läfst, fobald die Achfe in Bewegung kommt, fo macht fie eine Umdrehung und bleibt auf dem höchften Hube ftehen. Die Bewegung dauert im anderen Falle fo lange fort, als der Fufstritt niedergedrückt wird.
Eine echt amerikaniſche Mafchine tritt uns in der zweiten Excenterpreffe ( Fig. 47, Taf. XII) entgegen. Hier haben wir es in gleicher Weife mit Gefchmack und Witz echt amerikanifchen Charakters zu thun. Die Mafchine ift ohne Stempel und Gefenke gezeichnet, nur um die allgemeinen Umriffe zu zeigen, aber es ift wieder die Regulirung des Stofses, welche uns hauptfächlich intereffirt und wir wenden uns daher gleich zu Figur 48. Diefe ftellt den Stofs mit gehobenem Staubdeckel dar, und es ift der Gleitklotz erfichtlich, welcher die Bewegung vom Excenterzapfen auf den Stofs überträgt. In diefem Gleitklotz ift eine excentrifche Büchfe gelagert, welche vorn auf ihrem Umfange etwa bis zum Drittel ihrer Breite feine Zähne befitzt, hinter diefen aber glatt eingepafst ift und nur noch eine feine Nuth eingedreht hat. Der Gleitklotz befitzt die den Zähnen correfpondirenden Lücken und die Büchfe ift fo fleifsig eingepasst, dafs nur noch die feinen Contouren der Zähne fichtbar find, wenn fie bündig eingefchoben ift. Seitwärts oben ift ein Handgriff zu fehen, den wir uns auf das Viereck einer verfenkt liegenden Stahlfchraube aufgefteckt denken müffen. Die Stahlfchraube hat eine Mutter, welche fich nicht drehen, aber verfchieben kann, und die mit einem Vorfprung in die Nuthe der excentrifchen Büchfe eingreift, fo dafs letztere durch eine Drehung der Schraube hervorgezogen oder in ihren Sitz zurückgebracht werden kann.
Sobald die Büchfe hervorgezogen ift, kann fie um einen oder mehrere Zähne verdreht und dann wieder eingefchoben werden. Zur Verdrehung bedient man fich des Schlüffels, welcher in unferer Figur links erfichtlich ift.
Bei diefem Arrangement können die Veränderungen in der Stellung des Stofses nicht beliebig gemacht werden, fondern fie betragen ftets fo viel, als die Verdrehung der Büchfe um einen Zahn ergibt oder ein Vielfaches davon. Der Ausfteller gab die Verftellung auf einen Zahn zu 1/100 engl. Zoll an. Wir würden die früher gefchilderte Einrichtung vorziehen, welche unbegrenzt kleine Verftellungen zuläfst, und aufserdem den Vortheil des Druckftückes hat, welches wie eine Lenkftange, alfo beffer arbeitet als der Gleitklotz.
Jedenfalls ift aber die eben gefchilderte Vorrichtung originell und gut erdacht. Sie war höchft bemerkenswerth durch ihre exacte Ausführung.
Die übrige Einrichtung der Mafchine entspricht ganz der vorher gefchilderten, nur ift die Auslöfung etwas abweichend. Hier fitzt auf dem über das Triebrad hinaus verlängerten Ende der Excenterwelle eine verfchiebbare Muffe, die fich mit dem Triebrade dreht und durch die Gabel des langen Fufstritthebels erfafst wird In diefer Muffe fitzt ein Keil feft, der durch die Radnabe geht und in ihr Führung hat. Dicht vor dem Rade ift eine Scheibe auf der Achfe feft angebracht, die einen Ausfchnitt hat, in welchen der Keil eintreten