Dokument 
Maschinen zur Bearbeitung der Metalle : (Gruppe XIII, Section 2) ; Bericht / von Carl Pfaff
Entstehung
Seite
53
Einzelbild herunterladen

Mafchinen zur Bearbeitung der Metalle.

53

in ein Rad auf der hohlen, im Mafchinenmittel gelagerten Hülfe eingreift. Diefes Rad ift mit einem am Lager angegoffenen Schutzbogen umgeben.

Die Verhältniffe der Räder find folgende:

de cod

Erftes Getriebe an der Stufenfcheibe 5/8" engl. Diameter

Ueberfetzungsrad

Zweite Ueberfetzung

Getriebe auf der Achfe Rad auf der Hülfe

18" 99

I: I

"

81/4" 24""

99

99

"

woraus eine totale Ueberfetzung von beiläufig I zu 10 refultirt. Wir fehen aus der Wahl der ungewöhnlichen zweiten Ueberfetzung, dafs die ganze Anordnung mit dem gehörigen Studium durchgeführt wurde und können das Ergebnifs nur anerkennend hervorheben.

Auf der Mittelhülfe ift ein Excenter angebracht, welches in fehr einfacher Weife die Bewegung der Leitfpindeln vermittelt. Im Uebrigen ift die einfache und klare Anordnung aus unferer Zeichnung zu erfehen, und hätten wir nur gewünſcht, dafs die Formen diefes ftarken und zweckmäfsigen Werkzeuges etwas weniger roh gewefen wären, was recht leicht fein konnte, ohne dafs dadurch der Ausdruck der Stärke gelitten hätte.

Räderdrehbank

Ueber die Räderdrehbank, Fig. 74. Taf.XXI ift wenig Befonderes zu fagen. Sie repräfentirte recht gut die neuerer Zeit allgemein üblichen ftarken Werkzeuge diefer Gattung und zeichnete fich nur durch befonders kräftige Räderüberfetzung aus, indem ftatt der gewöhnlich angewandten einfachen Räderüberfetzung zwifchen der ersten Antriebsachfe und der Bodenwelle eine doppelte vorhanden war. Das Bett war fehr ftark und mit T förmigen Schlitzen zur Befeftigung der Spindelftöcke und Suporte verfehen. Die Suportplatten waren durch Zahnftangen und Getriebe, die Suporte durch Schrauben verftellbar. Die Spindelftöcke waren kräftig gebildet und hatten fehr breite Auflage.

Hobelmafchine.

Auch die Hobelmafchine, Fig. 75, Taf. XXII bringen wir mehr um einer Repräfentation der Gattung als um fpecieiler Bemerkungen willen. Sie war kräftig, einfach und praktifch angeordnet, wie es eben alle in England üblichen derartigen Mafchinen find. Der Antrieb des Tifches erfolgte durch Zahnftange, Getriebe und Räderüberfetzung, mit langfamer Schnitt- und befchleunigter Retour­bewegung. Der Tifch, mit feitwärts offenen Schlitzen, war kräftig und lief in breiten prismatifchen Bahnen, deren Flächen im günftigften Winkel zu einander ftanden. Bett, Ständer und Suporte waren gleichfalls kräftig und gut propor­tionirt. Die Querverbindung der Ständer mufste fehr kräftig genannt werden, hatte aber eine befremdende Ornamentation.

Radialbohrmaſchine.

Weit mehr als über die beiden letzten Mafchinen haben wir über die Radial­bohrmaſchine, Fig. 76, Taf. XXII zu fagen. Sie zeigt eine jener Conftructionen, welche von Zeit zu Zeit gemacht werden, um die älteren Typen von Whitworth und Fairbairn zu umgehen. Wir wiffen heute nicht für gewifs zu fagen, von wem die erfte Radialbohrmaschine gebaut wurde, glauben aber nicht zu irren, wenn wir eine der erften der ehemaligen Firma Sharp, Roberts& Co. zufchreiben. Es war diefs eine an der Wand zu befeftigende Mafchine, bei welcher der radiale