Mafchinen zur Bearbeitung der Metalle.
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fie hat einen hohlen, zum Werkzeugkaften eingerichteten Fufs, welcher mit dem oben etwas erweiterten Mafchinenbett zufammengegoffen ift. Das Werkzeug traverfirt auf diefem mittels breit und kräftig entwickelten Schlittens und wird von einer rückwärts liegenden Welle, auf der das Getriebe gleiten kann, durch Räderüberfetzung und Kurbelfcheibe getrieben. Die Antriebsftufenfcheibe ift mit Schwungring verfehen. Die Steuerung erfolgt durch eine Leitcurve, welche innen an dem kleinen Stirnrade angegoffen ift, welches zur Rücküberfetzung dient, und ebenfoviel Umdrehungen macht, wie die Kurbelfcheibe. Durch gefchlitzte Hebel, in welchen die Zapfen der Verbindungsftangen verftellt werden können, ift entfprechende Variation des Vorfchubes gegeben. Eine Rundhobelvorrichtung mit innerhalb des Bettes gelagerter Spindel und Antrieb ebendafelbft ift vorhanden und wird von der Hauptfteuerung durch Abzweigung mitbewegt. Der Tifch ift nicht verfchiebbar, aber am Schlitzen vertical verftellbar. Arbeitsftücke können auf demfelben direct oder mit Hilfe eines Schraubftockes aufgefpannt werden, deffen eine Backe zum Einfpannen von Keilen drehbar gemacht ift. Der gröfste Hub des Werkzeuges beträgt 100 Millimeter.
Radialbohrmaschinen.
Die kleine Radialbohrmafchine mit circa 1200 Millimeter Ausladung, Fig 140, Taf. LVIII, ift nach dem bekannten Mufter von Fairbairn gebaut. Sie beftizt ein kaftenförmiges Untergeftell mit Schlitzen zum Auffpannen von Gegenftänden. deffen hohler Raum als Werkzeugkaften benützt und durch eine Thüre von rückwärts zugänglich ift. Der radiale Arm ift mit der Hülfe in einem Stücke gegoffen und dreht fich um eine feftftehende Säule, kann aber nicht gehoben und gefenkt werden, was bei der Kleinheit der Mafchine und dem Vorhandenfein des hohen Unterfatzes auch gar nicht nothwendig wäre. Der Bohrzeugträger wird längs des radialen Armes durch Schraube und aufsen angebrachtes Handrad ver. fchoben und befitzt vortreffliche Lagerung für die Hülfe, welche oberhalb durch Schrägräder angetrieben wird und die Bohrfpindel umfafst. Die Druckfpindel ift durchbohrt und nimmt die fchwächere Fortfetzung der Bohrfpindel auf, welche am oberen Ende mit Anzugmuttern verfehen ift, und fich gegen eine gehärtete Druckfchraube im Bügel der Druckfpindel ftützt. Die Mutter der Druckfpindel fitzt im oberen Anfatze des Bohrzeugträgers feft, in welchem fich auch das Steuerrad dreht und durch Nuth und Feder die Druckfpindel mitnimmt. Die Steuerung erfolgt durch eine verticale Welle mit auslösbarer Schneckenüberfetzung, die ihre Bewegung von zwei Stufenfcheiben empfängt, welche hinter dem radialen Arme liegen, und deren erfte von einem dritten, oben angebrachten Schrägrade Bewegung empfängt. Zum Einfpannen der Bohrer verwenden Gfchwindt& Co. konifche anziehbare Büchfen, welche gefchlitzt find, und bei ihrer Zufammenziehung den Bohrer feftklemmen.
Der Antrieb der Mafchine erfolgt durch eine Stufenfcheibe mit auslösbarer Räderüberfetzung, welche an einer Seite der Stufenfcheibe angeordnet und deren Ueberfetzungspaar auf einem freiftehenden Zapfen läuft und durch excentrifche Büchfe auslösbar ift. Wir finden diefe Anordnung bei allen Bohrmaschinen unferes Ausftellers und können ihr durchaus nichts Uebles nachfagen. Die Verhältniffe der Räderüberfetzung find fo gewählt, dafs eine möglichft ftetig verlaufende Reihe von Gefchwindigkeiten. welche ohne Sprünge in einander übergehen, erreicht wird. Von der erften Antriebswelle wird die Bewegung im Innern der hohlen Säule durch Schrägräder auf die verticale Welle übertragen, welche oben mit einem Schrägrade hervortritt und durch diefes ein ähnliches Rad betreibt, deffen Hülfe in angegoffenem Arme gehalten ift, und in welchem die horizontale Welle gleiten kann, welche endlich die Bohrfpindel bewegt.
Gegenkonus und die Antriebsriemenfcheiben fammt Abfteller, Gegenftände, welche gewöhnlich das Deckenvorgelege bilden, find hier direct an der Maſchine