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Carl Pfaff.
verticaler Richtung auf oder abbewegt. Diefs gefchieht durch ein Sperrrad am oberen Ende der Stellfpindel des Bohrzeugträgers, deffen Sperrkegel von der verticalen Antriebswelle aus durch verftellbaren Kurbelzapfen bewegt werden kann. Sollte es erwünſcht fein, fo kann auch die Fraifenfcheibe an ihrem Platze bleiben und der Vorfchub von Hand in horizontaler Richtung durch den Suporttifch bewirkt werden. Robin
as Ueber den Antrieb der Mafchine glauben wir bei feiner Einfachheit weiter nichts fagen zu follen, und bemerken nur noch, dafs der Mafsftab der beigegebe nen Zeichnung 120 der natürlichen Gröfse ift.
Nuthftofsmafchinen.
Von den beiden ausgeftellten Nuthftofsmafchinen war die eine mit fefter Räderüberfetzung verfehen und hatte 770 Millimeter Ausladung bei 395 Mm. Hub. Die Stufenfcheibe war mit ihrer Achfe und dem erften Getriebe zwifchen Ständer und einem nach rückwärts ausladenden Arme gelagert, das grofse Antriebsrad lag rückwärts vom Ständer. In der Anordnung war die Mafchine ganz der von Sharp, Stewart& Co. ausgeftellten und früher befchriebenen Mafchine, Fig. 55, Taf. XVI, ähnlich, in der Form jedoch der hier folgenden kleineren. Wir bemerken nur noch ausdrücklich, dafs der Stofs keine Vorrichtung zum rafchen Rückgange hatte.
Die kleine Nuthftofsmafchine, Fig. 162, Taf LXX, zeichnete fich nur durch die Anwendung eines doppelten ausrückbaren Rädervorgeleges aus, welches nach einem Mufter von Fairbairn angeordnet ift, und die Mafchine fowohl für fchnelle und leichte als auch für langfame und fchwere Schnitte geeignet macht. Im Uebrigen gleicht fie ganz den bisher befchriebenen Nuthftofsmafchinen und hat ebenfalls keinen rafchen Rückgang des Stofses. Ausladung 400 Milli. meter, Hub 260 Mm.
bau sbai
Wm. Schwabe& Co. in Hernals.
Unter den zu unferer Specialität gehörigen öfterreichifchen Ausftellern müffen wir noch einige anführen, wie z. B. obige Firma, welche fich zwar haupt fächlich mit dem Bau von Federhämmern befchäftigt, aber als hieher gehörig eine recht nett gearbeitete kleine Drehbank und eine Schraubenfchneidmafchine brachten, welche in der äufseren Form der von Sellers glich, das Schneiden der Bolzengewinde aber durch fefte Backen bewerkstelligte. Diefe feften Backen beftehen aus einem Stücke Stahl, welches das Gewinde und mehrere durch Einfchnitte hergeftellte fchneidende Kanten enthält, und deffen innere Form fo gemacht ift, dafs fie fich nach vorn parabolifch erweitert und zum Vordrehen des Arbeitsftückes, fowie zum Anfange des Gewindes geeignet ift.
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J. Müller in Wien.
Som J. Müller in Wien ift der bedeutendfte von den Fabrikanten und Meiftern, welche bei uns Werkzeugmaschinen auf handwerksmässige Weife erzeugen. Er hatte eine fehr achtungswerthe Sammlung derfelben, beftehend aus Drehbän ken, Bohrmaſchinen und einer Hobelmafchine, alle von mittlerer Gröfse, aus geftellt. Die Mafchinen waren alle folid in den Dimenfionen, und nach dem Gefchmacke des betreffenden Kundenkreifes fogar fehr fchön ausgeführt, indem blanke Theile nicht gefpart und fogar Einfaffungsrippen an Gufsftücken blank gemacht waren. Die Conftructionen waren von allerhand älteren englifchen und franzöfifchen Muflern zweiter Claffe ohne grofse Wahl copirt. Wenn wir auch vom Standpunkte des Ingenieurs einer folchen Production nicht den geringften