Strafsenfuhrwerke und andere Transportmittel.
15
Fig. 4.
Chinefifcher Schubkarren.
Korb und Plattiorm waren aus Buchenholz, die 0100 Meter hohen und 30 Millimeter dicken Radfelgen aus Pappelholz, die 18 Radfpeichen von 25 Millimeter Dicke aus Efchen.
An den Tragarmen waren Stützen zum Ausruhen und dazwifchen ein kleiner korbähnlicher Behälter für die von den Coolies nicht leicht zu vermiffenden kleineren Werkzeuge angebracht. Die hölzerne Achfe fteckte in Lagern, die an den zwei Hauptarmen befeftigt waren.
Da bei diefer Conftruction des Schiebkarrens die Laft ganz vom Rade getragen wird, fo handelt es fich bei Feftftellung des auf horizontaler Bahn durch ein Individuum geleifteten Nutzeffectes blos um die Ueberwindung der Reibung, und wenn deren Coëfficient unter Berücksichtigung des bedeutenden Raddurchmeffers mit 30 der Laft angenommen wird, fo ftellt fich für MGK bei der Annahme von M50 und K= 130, der Werth von G50.30 oder 1500 Kilogramm.
Ganz anders ftellt fich diefer Nutzeffect bei einer Steigung von 1/10, wo derfelbe auf 484 Kilogramm herabfinkt.
Selbſtverſtändlich mufs eine gute harte Bahn, wie fie übrigens auf den vortrefflich erhaltenen chinefifchen Strafsen allgemein zu finden, vorausgefetzt und eine eiferne Achfe ftatt der holzernen angenommen werden.
Der Gebrauch diefes Schiebkarrens dürfte fich auf den Transport von voluminöfen Gegenftänden, wie folche etwa von Landleuten zu Markte gebracht werden, befchränken und für die Erd- und Schotterverführungen weniger geeignet fein.
Die vor ungefähr 200 Jahren in Frankreich zuerft von Pascal angegebene Form des einarmigen Hebels, welche feitdem als unfer gewöhnlicher Schiebkarren ganz allgemein zur Verwendung gekommen ift, unterfcheidet fich fomit ganz wefentlich von dem chinefifchen, da bei dem europäifchen Schiebkarren die Laft
2