Dokument 
Mathematische und physikalische Instrumente : (Gruppe XIV, Section 1 und 2) ; Bericht / von Ferdinand Lippich ...
Entstehung
Seite
61
Einzelbild herunterladen

Geodätifche Inftrumente.

61

Markfcheide- Inftrumente.

Diefe Gattung von Inftrumenten war faft ausfchliefslich durch O efter­reich vertreten; die Firmen Hammermüller, Kraft& Sohn, Schablafs& Sohn und Starke& Kammerer hatten ihre Conftructionen für diefe Inftru­mente zur Ausstellung gebracht.

Die von Kraft& Sohn ausgeftellten Markfcheide- Inftrumente waren:

I. Ein Grubeninftrument, welches folgende Beftandtheile zählt: das Hängezeug, den Hängecompafs mit einer Nadel von o 101 Meter Länge, die Auftragplatte mit Dioptern und endlich den Gradbogen von o 316 Meter Durch­meffer und directer Theilung von 10 bis 10 Minuten.

2. Ein Tifch zur Aufftellung des Zulegzeuges für die Arbeit über Tage; die Platte ift drehbar, die Horizontalftellung gefchieht mit vier Schrauben; aufserdem ift ein Höhenbogen beigegeben.

3. Ein Grubenftativ mit Füssen zum Verlängern und mit einem nach allen Richtungen verfchiebbaren Inftrumentzapfen.

Von den Grubeninftrumenten verfertigt die genannte Firma drei Gattun­gen, welche nur durch die Grösse verfchieden find.

b

Fig. 15.

A

V

M

K

no

-d

M

K

F

S

S₁

h

K

l

p

Die Zeichnungen über die ge­nannten Inftrumenttheile findet man in dem illuftrirten Preisverzeichniffe von mathematifchen, phyſikaliſchen, optifchen Inftrumenten aus dem Atelier von Kraft& Sohn.

Der

Das von Schablafs& Sohn ausgeftellte Grubeninftrument ift jenem, welches foeben befchrieben wurde, in allen Stücken gleich. Grubentheodolith war in je einem Exemplare bei den vier genannten Firmen vertreten; da die Conftruction von Scha blafs jener von Kraft ähnlich, letztere aber hinreichend bekannt ift, fo wollen wir nur noch des weniger gekannten Grubentheodo­lithen von G. Starke näher ge­denken.

Das Grubeninftrument von G. Starke befteht aus dem eigentlichen Grubentheodolithen und dem Signale.

Der Grubentheodolith ift in Fig. 15 dargeftellt. Die Aufftel­lung des Theodolithen ift für ein Zapfenftativ berechnet, demnach der Unterbau hiefür eingerichtet. h ift die Hülfe, mit welcher das Inftrument auf den Zapfen des Stativs gefteckt und mit der Klemm­fchraube k genügend feftgehalten wird. ift die mit h fenkrecht verbundene Platte, in welcher die Stellfchrauben s₁, so ihre Mutterge­winde und die diefen diametral