Geodätifche Inftrumente.
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einer Schraubenumdrehung die Winkelbewegung von 10 Minuten. An der vorderen Seite des Fernrohrlagers B find zwei Theilungen, wovon die eine für Grade und Minuten, die andere der Decimaltheilung entsprechend bezeichnet ift. Die an dem Schraubenkopfe L angebrachte Trommel J trägt zwei Theilungen; die obere enthält 120 Theile, demnach entſpricht einem Theile die Winkelbewegung 5 Secunden; die untere Theilung hält 100 Theile, und dient zum Diftanzmeffen.
Hahn hatte ein Nivellirinftrument neuer Conftruction ausgeftellt; dasfelbe hat als Unterbau einen Dreifufs; es hat keinen Horizontalkreis und ein Fernrohr zum Umlegen; die Libelle ift mit dem Fernrohre, der Höhenbogen mit der horizontalen Drehachfe feft verbunden. Die vorhandene Elevationsfchraube iſt eine Mefsfchraube, wodurch das Meffen der Höhenbewegunng der Vifirlinie, alfo auch das Diftanzmeffen nach der Stampfer'fchen Methode ermöglicht wird.
Der Höhenbogen hat o 200 Meter Radius und kann mit einem Nonius bis auf 15 Secunden gelefen werden; der Höhenbogen trägt aufser der Bogentheilung von 20 zu 20 Minuten noch eine zweite Theilung, welche die ganzen Umdrehungen der Mikrometerfchraube angibt.
Die zwei von Hildebrand ausgeftellten Nivellirinftrumente mit Dreifufs- Aufftellung haben Fernrohre zum Umlegen; die Libelle ift mit dem Fernrohre in fefte Verbindung gebracht. Das eine Inftrument hat einen getheilten Horizontalkreis, das zweite hingegen nur eine horizontale Scheibe; bei beiden ift Klemmvorrichtung und Mikrometerfchraube für die Azimuthalbewegung vorhanden. Die Elevationsfchraube ift bei keinem diefer beiden Inftrumente angebracht.
Von Lüttich waren ausgeftellt: Ein grofses Nivellirinftrument und zwei kleine Nivellirinftrumente. Alle drei Inftrumente ruhen je auf einem Dreifusse. Das grofse Nivellirinftrument hat ein umlegbares Fernrohr von 40 Millimeter Oeffnung und 0.470 Meter Brennweite. Die Libelle ift mit dem Fernrohre feft
verbunden.
Die beiden kleinen Nivellirinftrumente unterfcheiden fich nur dadurch, dafs das eine eine Mikrometerfchraube für die Azimuthalbewegung hat, das andere aber nicht. Eine Correctionsfchraube für die Senkrechtftellung der Libellenachfe zur verticalen Umdrehungsachfe konnte ich nicht finden.
Auch diefer Künftler macht von der Elevationsfchraube keinen Gebrauch.
England, das für geodätifche und aftronomiſche Inftrumente nur durch die einzige Firma Cooke& fons vertreten war, hatte auch nur durch diefe Firma zwei Nivellirinftrumente zur Ausstellung gebracht; das eine mit feftem, das zweite mit umlegbarem Fernrohre. Das erftere ift in Fig. 18 dargeftellt. Das Fernrohr o O hat ein Objectiv von 39 Millimeter Oeffnung und 440 Meter Brennweite. Die Libelle Z für das Nivelliren ift mit dem Fernrohre feft verbunden und kann mittelft des Spiegels Sabgelefen werden. Die Libelle L'ift mit ihrer Achfe fenkreicht zu L, fo dafs, wenn beide Libellen parallel zur horizontalen Umdrehungsebene geftellt find, die Horizontalftellung des Inftrumentes auf einfache Weife durchgeführt werden kann. Bei B ift eine mit der Lupe ablesbare Bouffole. Die Elevationsfchraube ift nicht angewendet.
Der Unterbau des Inftrumentes ift ein Dreifuss, welcher mit den drei Stellfchrauben FF' auf der Kopfplatte D des Statives ruht; letzteres verdient näher beachtet zu werden. Jeder der drei Stativfüfse befteht aus zwei Theilen f und f1, welche unten durch eine Zwinge vereint werden; in das obere Ende eines jeden Theiles find die ftarken Metallftreifen // eingefetzt, welche durch die Schrauben mit f, und unter einander durch den Bolzen b verbunden find; die Verbindung des letzteren mit den von der Kopfplatte D des Statives herabreichenden Nafen a ift aus der Figur zu entnehmen. Eigenthümlich ift auch die Verbindung des Inftrumentes mit der Kopfplatte des Statives. Die drei Fufs
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