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Mathematische und physikalische Instrumente : (Gruppe XIV, Section 1 und 2) ; Bericht / von Ferdinand Lippich ...
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Geodätifche Inftrumente.

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Der Ausdruck fd. do ftellt aber den Inhalt einer Fläche dar, welche fich ergibt, wenn man die Abftände d der Rolle vom Mittelpunkte der Scheibe als Ordinaten und die zugehörigen Zeitbögen für den Halbmeffer I als Abfciffen betrachtet.

-

Will man aus diefer Fläche den mittleren Werth von d= m finden, fo braucht man nur durch die bezügliche Abfciffenlänge, hier o zu dividiren; es iſt

d.do

21%

m=

5.

Hat man aber m, den mittleren Abftand der Rolle vom Mittelpunkte der Scheibe für einen gewiffen Zeitabfchnitt, fo findet man nach Gleichung I hieraus den mittleren Wafferftand; es ift H= m.

U

'

g

oder mit Rücksicht auf 5

U

u

%

H=

-

I.

g

U

Für ein vorliegendes Inftrument ift

. u eine conftante Gröfse; fei

g

U

C=

. u, fo wird nach I

g

C

H=

2.... II.

Werth

Man wird fich eine Tabelle rechnen, welche mit dem Argumente o den

C

gibt.

C

Es läfst fich auch die Anordnung fo treffen, dafs für eine Stunde oder Q für eine Minute eine runde Zahl, etwa 100 oder 10 werde.

Eigenfchaften des Apparates.

1. Die Achfe der Rolle R mufs parallel zur Scheibe s fein.

2. Die Kante der Metallplatte m mufs parallel zur Achfe der Schraube S fein. Diefe beiden Eigenfchaften werden vom Mechaniker fo genau als möglich. herzuftellen getrachtet und find für den Beobachter keine Correctionsvorrichtungen vorhanden.

3. Die Achfe der Rolle R mufs mit der Richtung der radialen Bewegung derfelben, alfo mit der Achfe von S parallel fein. Mit Hilfe der Schräubchen h kann ein etwaiger Fehler hierin verbeffert werden.( Es darf fich nämlich keine Drehung der Rolle R ergeben, wenn bei ruhiger Lage der Scheibe s die Scheibe A gedreht wird.)

4. Mufs der Berührungspunkt der Rolle bei feiner Bewegung durch den Drehungsmittelpunkt der Scheibe s gehen. Mittelft der Schrauben e kann ein etwaiger Fehler berichtigt werden.( Ein vom Mechaniker beigegebenes Mafs, welches die Entfernung von dem Ende eines der drei Arme i von einem beftimmten Punkte des Rahmens angibt, dient zur Prüfung diefer Eigenfchaft.)

Beftimmung der Conftanten C. Man ftellt die Scheibe A fo, dafs diefe Stellung einem beftimmten Wafferftande H entspricht, und läfst dann die Scheibe s eine gröfsere Anzahl von Umdrehungen machen; aus Gleichung II folgt dann, da H, und z bekannt ift:

C=

H.P 2

III.)

Von der Firma Hasler& Efcher in Bern war ein Limnigraph und ein telegraphifcher Wafferftands Anzeiger ausgeftellt worden. Ueber den letzteren

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