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Guftav Semrad und Johann Sterbenz.
Der Munitionswagen, gleichfalls Project und beſtimmt, an die Stell des jetzt eingeführten zu treten, befteht aus der Gefchützprotze und aus dem mi zwei Munitionskäften verfehenen Hinterwagen.
Das Untergeftell desfelben wird aus 2 ftarken nach Fig. 16 geftaltete Winkeleifen a gebildet, welche mittelft Bändern b und Anzugfchrauben mit de ftählernen Achfe verbunden find. Auf den vorderen Enden der Winkeleifen it eine bogenförmig gefchweifte Schiene c befeftigt, welche fich an die Reihfchien: der Protze anlegt. Der Protznagel- Steg d befindet fich hinter diefer Schiene. Jede der beiden ganz gleichen Käften, welche auf den Winkeleifen aufruhen und a Stöckeln ähnlich wie die Protzkäften ftehen, hat einen Faffungsraum für 4 Gefchoffe.
Das Vorrathsrad wird auf einem Träger, beftehend aus dem umlegbare Theil e, der feften Ständergabel f und dem drehbaren Achsftängel g, der vor Fig. 16.
g
F
e
d
o
3
0
000
0
0
0
d
0
do
7
100
L
a
a
dem erften Kaften auf den Winkeleifen befeftigt ift, in verticaler Stellung getra gen. In Folge diefer Einrichtung mufs, ehe das Rad abgenommen oder auf gefchoben werden kann, abgeprotzt werden.,
Die Feldfchmiede ift zum Abprotzen eingerichtet und befteht aus einer Protze und aus dem Hinterwagen; fie hat verglichene Räder.
Die Protze ift von Holz und dem Vordergeftelle der alten fchwedifchen Packwagen fehr ähnlich. Der Kaften derfelben enthält zwei Fächer, eines für Kohlen, das andere für die Schmiede- Werkzeuge. Am Fufse des Kaftens ift eine Truhe angebracht, in welcher fertige Hufeifen, Hufnägel und dergl. verwahr
werden.
Auf dem Protzkaften, der mit Lehnen verfehen ift, fitzen der Kutfcher und der Schmied. Zur kriegsmäfsigen Befpannung gehören drei Pferde, die neben einander an Wagendritteln ziehen, und von denen das mittlere in der Gabel deichfel geht. Die aus zwei Bäumen beftehende Deichfel läfst fich umftellen, fo daſs, wenn nur zwei Pferde eingefpannt werden, das fattlige in der Deichfel geht.
Das Hintergeftell befteht aus einem Schmiedekaften, der auf dem Achsfutter auffitzt, und aus zwei langen, fchmalen Truhen, welche auf den Trag bäumen des Untergeftelles befeftigt find. Die Tragbäume find vorne durch einen Riegel, hinten durch einen Pfoften verbunden. Eine eiferne, auf dem vorderen Riegel des Untergeftelles befeftigte, gebogene Protzftange dient zur Verbindung des Hinterwagens mit der Protze, welch' letztere am Achsfutter einen Protz haken befitzt.