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Allgemeine Bewaffung und Artilleriewesen : (Gruppe XVI, Section 2) ; Bericht / von Gustav Semrad u. Johann Sterbenz
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Allgemeine Bewaffnung und Artilleriewefen.

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Beim Bereifen der Rohre kommt es vor Allem auf die äufserft genaue Meffung der Durchmeffer der Kernröhre und der Ringe an. Ein ganz geringfügiges Mehr oder Weniger des auf theoretifchem oder praktiſchem Wege als geeignet oder nothwendig erkannten Durchmeffermaſses kann das Gelingen eines Rohres felbft bei dem beften Materiale in Frage ftellen.

Das Abdrehen der Kernröhre, fowie das Ausdrehen der Ringe mufs demnach auf das Sorgfältigfte bewirkt werden, um annähernd gleiche Spannungsverhält­niffe in der ganzen Länge des beringten Theiles zu erhalten. Eine der Hauptbedin­gungen zum Gelingen diefer Procedur ift die Verläfslichkeit des Inftrumentes, mit wel­chem das Meffen der Durchmeffer vorgenommen wird. Bei Eckmann bedient man fich zur Ermittlung der letzteren des in der( Fig. 17) veranfchaulichten Inftrumentes. Diefes befteht aus dem gufseifernen, durchbrochenen Bogentheil a, aufserhalb deffen Mitte ein in Nuthen verfchiebbarer Träger 6 aus Stahl eingefetzt ift. Im linken Ende des Bogens befindet fich eine Schraubenfpindel c, an welche je nach der Gröfse des betreffenden Durchmeffers längere oder kürzere Körner d aufgefchraubt werden können. Das rechte Bogenende enthält einen Rollennonius e, mit dem der kürzere Arm des durch eine Feder fftets nach auswärts gedrückten doppelarmigen Hebels g derart in Verbindung fteht, dafs derfelbe beim Herausfchrauben der Flügel­mutter gegen den kürzeren, mit einer Gleitrolle verfehenen Arm des horizontalen Hebels drückt; der längere Arm diefes Hebels läuft in eine Spitze aus, welche längs einer Scala i gleitet, und das Mafs, um welches die Flügelfchraube axial bewegt wurde, in, wenn wir nicht irren, achtzigfacher Vergröfserung angibt. Fig. 17.

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Fig. 18.

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Der Lichtendurchmeffer der Ringe wird nicht mittelft einer Schublehre. fondern auf geometriſchem Wege, und zwar in folgender Weife ermittelt: Ein Eifenftab, etwas kürzer als der Lichtendurchmeffer des Ringes, wird in denfelben eingeführt und werden die Punkte, wo derfelbe den Umfang des Ringes berührt, bezeichnet. Alsdann wird der Stab in die Lage a b₂ gebracht, und aus dem Umfangswinkel a und der Länge des Stabes der wahre Durchmeffer a b des Ringes errechnet.( Fig. 18.)

Ift diefs gefchehen, fo werden die Körner des Zirkels auf diefes Mafs auseinander geftellt, und

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