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Allgemeine Bewaffnung und Artilleriewefen.
75 Zur Bearbeitung der gehärteten Seelen pro ducirt die Firma eine befondere Stahlgattung von ungewöhnlicher Härte, den fogenannten Diamantftahl, der fich vor züglich bewährt.
Ordnance Works von J. Vavaffeur& Comp. in London. Obige Firma hat die von dem englifchen Artilleriecapitän Blakely im Jahre 1860 in London gegründete Gefchützfabrik nach des Letzteren Tode an fich gebracht, diefelbe bedeutend erweitert und verfchiedene Verbefferungen in einzelnen Fabricationszweigen eingeführt.
Gleich Capitän Blakely ein eifriger Anhänger ftählerner Gefchütze, verwarf Vavaffeur die Anwendung verfchiedener Metalle für den Aufbau von Kanonen rohren und conftruirte ein eigenes, nach ihm benanntes Rohr- und Laf fetenfyftem. Als Material für Fig. 20. feine Kanonen benützt Vavaffeur ausfchliefslich Firth'fchen Stahl, und beftehen alle Kanonen ohne Unterfchied des Kalibers aus der in Oel gehärteten Kernröhre, über welche bei den Feldgefchützen noch eine die Längenmitte derfelben überragende Hülfe aufgefchoben ift; bei den Rohren mittleren Kalibers ift die ganze Kernröhre mit zwei oder drei ungleich langen Hülfen, über welche wieder eine, mitunter auch zwei Ringlagen aufgefchoben find, verfehen; bei den Kanonen gröfsten Kalibers find die beiden
vorderen Hülfen.
durch Ringe erfetzt und das Bodenftück durch 2 Ringlagen ver ftärkt.
Als Repräfentant diefes Ge
fchützfyftemes
kann die von der genannten Firma ausgeftellte laffetirte 7- zöllige Kanone, welche die Fig. 20 veranschaulicht, betrachtet werden.
Das Rohr derfelben besteht aus der in Oel gehärteten Kernröhre A( Fig. 21), den fie umgebenden Hülfen B, C, D ( Jaquettes), der
Fig. 21.