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Genie- und Pionnierwesen : (Gruppe XVI, Section 3) ; Bericht ; Militär-Unterrichtswesen : (Gruppe XVI, Section 5) ; Bericht / von Moriz Brunner ; Johann Lauer ; Emerich Zinner
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Sprengtechnik.

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von der Mafchinenbau- Actiengeſellſchaft Humboldt vormals Sievers & Comp. in Kalk bei Deutz am Rhein die Sachs'fche Bohrmaſchine;

von Cockerill& Comp. in Seraing in Belgien, die Bohrmaschine von Sommeiller und von Dubois et François.

Von diefen vier Bohrmaſchinen werden nur jene von Burleigh und Sachs, weil diefelben beim Ausfprengen der Gräben von Befeftigungen im Felfen vortheilhafte Verwendung finden dürften, kurz befprochen.

Die Bohrmafchine von Sommeiller, beim Baue des Mont Cenis- Tunnels ver wendet, und die Mafchine von Dubois und François, für die Bohrarbeiten im St. Gotthard- Tunnel beftimmt; find in der XIII. Gruppe befchrieben.

Die Burleigh'fche Bohrmaſchine wurde für die Bohrarbeiten am Hoofac­Tunnel, Maffachuſetts( Nordamerika) entworfen; fie ift nach dem Principe des Dampfhammers gebaut. In die unten auf 3 Zoll Länge ausgehöhlte und gefchlitzte Kolbenftange werden die Bohrer eingeführt und durch Anziehen der Muttern von Schraubenbolzen eingeklemmt.

Das Geftelle, auf welchem die Bohrmaſchine ruht, ift für Bohrungen ober Tag ein Dreifuss und hat eine fefte Achfe mit beweglichem Zapfenlager, wodurch die Drehung des Apparates nach jeder Richtung ermöglicht wird. Für Bohrungen in Stollen ift die Mafchine auf einen fogenannten Bohr­wagen befestigt.

Bei einem Dampfdrucke von 70 Pfund auf den Qua­dratzoll macht die Mafchine 250 bis 300 Schläge in der Minute und kann die Zahl der Schläge felbft auf 400 geftei­gert werden. Die Erfchüt­terungen des Schlages wer­den von den zarten Mafchi­nentheilen ferngehalten, der ganze Stofs lediglich vom Bohrer aufgenommen.

Das Verfchieben des Dampfcylinders gefchieht durch Drehen der Spindel mit der Hand. Die innere Einrichtung des Apparates weift einen Mechanismus auf, durch welchen die Kolben­ftange beim Aufwärtsgehen um ungefähr 20 Grade ge dreht wird, fonach der Bohrer nach jedem Schlage zu einer neuen Schnittfläche gelangt. Hierdurch erhält

man ein vollkommen rundes Bohrloch mit glatten Wänden.

Die Bohrer aus Gufsftahl find Kreuzbohrer, deren beide Schneiden nicht fenkrecht, fondern etwas geneigt zu einander flehen.

Von Burleigh's Bohrern waren drei Gattungen ausgeftellt, und zwar eine grofse Bohrmaschine für Flufsregulirungen etc. eine mittlere für Steinbrüche und eine kleine für Stollen.

Mit der mittleren Bohrmafchine können in Kalkconglomerat 5 Fufs tiefe Bohrlöcher in 14 Minuten mit verfchieden langen Bohrern hergeftellt werden und zwar entfallen für Bohrarbeit 6 Minuten und für das Auswechfeln der Bohrerfätze 8 Minuten.