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Genie- und Pionnierwesen : (Gruppe XVI, Section 3) ; Bericht ; Militär-Unterrichtswesen : (Gruppe XVI, Section 5) ; Bericht / von Moriz Brunner ; Johann Lauer ; Emerich Zinner
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Johann Lauer.

Die Sachs'fche Bohrmaſchine ift einfach conftruirt, fie befitzt einen Mecha­nismus, der fie in dem Mafse vorwärts fchiebt, als fie im Geftein eindringt, indem der Rahmen der Bohrmaſchine aus zwei Rundeifen- Stangen befteht, die von zwei Hülfen umfasst werden, welche einer Traverfe, die mit dem Rohrcylinder aus einem Stücke befteht, angehören. In einer diefer Rundftangen ift ein Gewinde eingearbeitet, auf welchem eine Schraubenmutter, die in eine der Hülfen gefteckt ift, vorfchreitet; gedreht wird die Schaubenmutter von einem Sperrädchen, gleich­zeitig erhält der Bohrer eine Drehung von 12 Grad.

Für Bohrungen ober Tag ift das Bohrgeftell ein Stativ, welches durch ein angehängtes Gewicht ftabil gemacht wird. In Stollen findet das fogenannte Lafet tengeftell Anwendung.

Ein fünf Fufs tiefes Bohrloch kann mit der Sachs'fchen Bohrmaschine bei Anwendung mehrer Bohrer in 20 Minuten gebohrt werden.

Sowohl die Burleigh'fchen als auch die Sachs'fchen Bohrmaſchinen benöthigen einen Arbeiter zu ihrer Handhabung und werden bei Bohrungen ober Tag mit Dampf, bei Arbeiten unter Tag jedoch mit comprimirter Luft getrieben.

Es find daher für den Bohrmaschinenbetrieb noch ein Dampfkeffel und, wenn unter Tag gearbeitet wird, überdiefs eine Luftcompreffions- Mafchine nebft entfprechenden Luftrefervoirs erforderlich.

Eine complete Luftcompreffionsanlage für Bohrmaſchinen- Betrieb nebft Röhren, Schläuchen, Verbindungsftöcken etc. für die Dampf- oder Leitungen

für comprimirte Luft war gleichfalls im Pavillon der " modernen Sprengtechnik" zu fehen.

Burleigh's Bohrmaſchine hat fich in kurzer Zeit in Oefterreich eingebürgert, während die Mafchine von Sachs mehr in Deutſchland angewendet wird.

Bemerkt fei noch, dafs in dem Pavillon der moder nen Sprengtechnik auch die in England für Tiefbohrungen in Anwendung ftehende Di­amant Bohrmaſchine" auf einer Wandtafel abgebildet war. Ferner zeigten 5 Wand tafeln die meiften der bei artefifchen Bohrungen in An wendung kommenden Werk

zeuge.

Sprengmittel waren in der zweiten Gruppe in Imitationen ausgeftellt:

Schwarzpulver von meh­reren Firmen Deutfchlands und Belgiens, dann vom Kriegsminifterium des König­reiches Italien.

Sprengmaffe von Ph Maffipp in Genf.