1
T
200°
Sturz- Geleise. ZUG.
R= 100001
Das Pionnierwefen.
Fig. 8.
2ZUGE
35
TRANSPORTABLE- RAMPE für Seitenladungen.
D= 400
R= 200°
001
R= 100°
200° 1 ZUG.
BEWEGLICHE STIRN=
RAMPE AUF EISENBAHN= RÄDERN RUHEND.
WIEN.
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2ZÜGE
1120° FAHRBAHN
PEST.
Laffen wir nun frühere Berichterstatter weiter fprechen. Nach diefen kann der Ort der Anlage nach Zweck und Abficht entweder nächft eines gröfseren Bahnhofes, eines Stationsplatzes oder auch auf jedem beliebigen Punkte längs der laufenden Verkehrsbahn gewählt werden, woraus man folgert, dafs die Concentrirung von Truppen aller Waffen und des Kriegsmateriales behufs Weiterbeförderung nicht wie bisher, an die gröfseren Bahnhöfe allein mehr gebunden fei, fondern dafs es den Leitern der Truppenbewegungen im Grofsen nun frei ftehe, die Concentrirung nach jedem Bahnpunkte, der hiezu zweckmäfsig dünkt, anzuordnen, dafelbft die Glorine anlegen zu laffen und die Einwaggonirung und Beförderung fofort einzuleiten.
Allerdings kann, wenn das Rondeau einmal angelegt, und auf die bereits erwähnte Weife mittelft der Schienenftränge und der eingelegten Bogen mit der laufenden Verkehrsbahn in Verbindung gebracht ift, ein grofsartiger FahrbetriebsPark auf dem ganzen Syfteme der Glorine gefammelt und rangirt werden, fo dafs man die Züge nach erfolgter Einwaggonirung nach jeder Richtung ablaffen kann. Ein weiterer, fehr anerkennenswerther Vorzug ift der, dafs das Syftem der Glorine die Drehfcheiben vollkommen überflüffig macht. Die zeitraubende Umwendung der Mafchine und die Verfchiebung der Wagen entfällt dadurch ganz, indem es nur weniger Minuten bedarf, um in das Rondeau der Glorine einzufahren, den Kreis zu durchlaufen und die auf diefe Weife umgekehrten Mafchinen mit dem ganzen Wagenzug wieder in die laufende Bahn nach links oder rechts einzuführen.
Als ein weiterer Vorzug der mobilen Glorine mufs noch bezeichnet werden, dafs diefelbe, nach Angabe des Erfinders mit dem eifernen Oberbau- Syfteme von Köftlin und Battig hergeftellt, eines befonderen Unterbaues und der Bettung entbehren kann, indem diefes Syftem das Legen auf dem gewachſenen ( natürlichen) Boden ermöglicht, und es nur darauf ankommt, zu trachten, dafs die zu einander gehörigen und paffenden Beftandtheile zufammengefügt und befeftiget werden. Man meint, dafs mit einer folchen Garnitur. wenn ſie einer Mannfchaft zugewiefen wird, welche fchon in Friedenszeit in dem Auf- und Abladen, Zufammenfügen und Abreifsen der Garniturtheile gehörig eingeübt wird, die complete Glorine in 24 Stunden herzuftellen und fofort dienftfähig einzu
richten wäre.
Bei Erwägung aller Vortheile darf man jedoch auf zwei Umstände nicht vergeffen, welche die Anlage von mobilen Glorinen in den meiften Fällen dort, wo man fie wünfcht, unmöglich machen werden. Die geträumten Vortheile find fonach meiftentheils als illuforifche zu bezeichnen.
Hat man fich vor Allem eine Vorftellung von der Gröfse des Raumes gemacht, den das ganze Schienennetz einer Glorine einnimmt? Ein Platz von 1120 Klafter Länge und etwas mehr als 400 Klafter Breite, der alfo nahezu eine Fläche von drei öfterreichifchen Jochen einnimmt, der fo geringe Niveau Unterfchiede zeigt,