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1.
Militär- Kartographie.
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Die Terrainunebenheiten find durch Horizontalfchraffen( Curven von ungleicher Breite und Entfernung) oder durch Falllinien( Schraffen nach dem Wafferlaufe) zum Ausdrucke gebracht; erftere werden bei nacktem Felsboden, letztere bei Erdböfchungen angewendet.
Die Angabe der Böfchungsverhältniffe richtet fich fowohl in Fels-, als in Culturboden- Partien nach der vorgefchriebenen Schattirungsfcala( Tonfcala).
Die Bezeichnung der Land communicationen, Gewäffer, der localen Verhältniffe, kurz des Gerippes, ift ähnlich jener unferer Karten und Pläne. Waldungen find, wie in den meiften Staaten, wenn fie aus Laubholz beftehen, durch kleine Kreife, wenn es Nadelholz wäre, durch Sternchen angezeigt Der Waldrand wird nicht näher bezeichnet, erfcheint aber defsungeachtet markirt. Die Gröfse, Gattung und Lage der Schrift ift verfchieden und richtet fich nach der Wichtigkeit der Gegenftände.
Gleichzeitig mit der Aufnahme werden topographifche, ftatiſtiſche und militärifche Befchreibungen verfafst.
In der Weltausftellung waren photographifche Copien zweier Conceptblätter zu fehen. Jedes Conceptblatt ift 20 fchwedifche Zoll lang und 15 Zoll hoch und aus 25 im Felde benutzten Mefstifch- Blättern zufammengefetzt, welche letztere 4 Zoll lang und 3 Zoll breit find.
Mit Hilfe der Conceptblätter werden die Specialkarten- Blätter angefertigt, indem man die Conceptblätter mit dem Pantographen in das SpecialKartenmafs reducirt, vollkommen ausarbeitet und in Kupfer ftechen läfst.*
Die Specialkarten- Blätter find vom Hauptmeridian an gegen Often und Weften mit römifchen Ziffern und vom Perpendikel diefes Meridians bei 72 Grad gegen Süden mit arabifchen Ziffern numerirt, aufserdem die öftlich liegenden mit O( Oefter), die weftlich liegenden mit V( Vefter) bezeichnet. Jedes Blatt enthält als Auffchrift den Namen einer im Blatte erfichtlichen Stadt oder eines wichtigen Punktes. Aufserhalb der Kartenränder find die Benennungen der Nachbarländer angebracht. Jedes Blatt ift 2 fchwediſche Fufs lang und 12 Fufs breit.
Der Kartenrand( Gradnetz) enthält eine Eintheilung von 10 zu 10 Minuten. Vierzehn gravirte Blätter der Specialkarte, die erft nach der Weltausftellung zu Paris erfchienen find, waren ausgeftellt. In diefen, in der That vortrefflichen Karten, erfcheinen mit Ausnahme der gröfseren, blau gezeichneten Gewäffer, das Terrain und Gerippe fo wie in den Conceptblättern, jedoch durchgehends fchwarz dargeftellt; überdiefs find die gemeffenen Meerestiefen durch liegende, arabifche Ziffern bezeichnet. Die punktirten Linien im Meere zeigen Tiefen von 10 und 20 fchwedifchen Fufs an; die Ziffern zwifchen den punktirten Linien die Tiefen in Fufs, die Ziffern aufserhalb der punktirten Linien die Tiefe in Faden an.
Die deutlich zu unterfcheidende Signatur, eine markirte Bezeichnung der wichtigeren Communicationen und fonftiger Gegenftände, von den minder wichtigen, eine plaftifche mit künftlerifcher Auffaffung und vielem Detail gegebene Darftellung der Bodenunebenheiten dürften auch einem Laien beim Lefen diefer den militärifchen Anforderungen entſprechenden und ſchön ausgeführten Karten in keine Verlegenheit bringen.
Von diefer Karte find bereits 26 Blätter in Kupfer geftochen. Künftig dürfte aber, anftatt des ebenfo zeitraubenden, als auch koftfpieligen Stiches der Karten in Kupfer, das topographifche Corps feine Karten im Wege der heliographifchen Procedur nach Mariott erzeugen.
Von dem feit dem Jahre 1832 begonnenen Kartenwerke im Mafsftabe 1: 200.000, welches einzelne Läne darftellt, erfcheinen auf Befehl des Königs feit dem Jahre 1872 keine Blätter mehr. Zehn Läne find auf 15 Blättern erfchienen;
* In Schweden erfchien das erfte Kupferftich- Werk( ein Wappenbuch) bereits 1650. Derzeit fand der Kupferftich beinahe ausfchliefslich für kartographifche Arbeiten Anwendung.