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Marinewesen : (Gruppe XVII, Section 1 bis 4) ; Bericht / von Alexander Friedmann, Civiling. in Wien
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Fig. 24.

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Marinewefen.

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Kamin des Schiffes communicirt, fo dafs die wenigen entweichenden Gafe in kei­nem Falle ins Zwifchendeck gelangen können..

i i find die Düfen, durch welche die Gebläfeluft aus dem das Geftelle um­gebenden gleichzeitig als Luftvorwär­mer dienenden Windrefervoir W in den Ofen gelangt, h ift die Gasrohr- Leitung.

Die Art und Weife, wie ein folcher Ofen functionirt, ift folgende:

Man denke fich vorerft den Ofen bis ee mit Kohle gefüllt, und unten am Geftelle berzündet. Die Gebläfeluft, welche durch die Düfen ii eintritt, ver­brennt die nächftliegende Kohlen­fchichte zu Kohlenfäure, diefelbe fteigt in die Höhe, reducirt fich im Contact mit den oberen Kohlenfchichten zu Kohlenoxydgas, letzteres mengt fich mit den aus den oberften Kohlenfchich­ten fich entwickelnden Deftillations­producten und entweicht durch h h in die ganz nahe dem Ofen fituirten Feuer­ftellen der Keffel.

Durch die Verbrennung der Kohle nächft den Düfen ii wird in deren Niveau eine hohe Temperatur erzeugt, welche bewirkt, dafs die nicht verbrennbaren durch Mengung der Kohle mit Kalk oder ähnlichen Zufchlägen leicht fchmelzbar gemachten Beftandtheile als Schlacke auf den Boden niedertropfen, die vonZeit zu Zeit durch die Oeffnung m abgelaffen werden kann. Die hohe Temperatur herrfcht wie erwähnt nur in nächfter Nähe der Düfen; mit dem Auffteigen der heifsen Verbrennungsgafe und deren Reduction zu Kohlenoxydgas fowie durch den Deftillationsprocefs der Kohle entſteht eine ftarke Abkühlung, der zufolge die Gafe nur mehr noch mit fehr mäfsiger Temperatur in die Gasleitung hh gelan­gen. Durch die continuirliche Verbrennung der zunächft den Düfen gelegenen Kohlenfchichten finken die den Schacht erfüllenden Kohlen fucceffive nach und wird von Zeit zu Zeit durch die Gichtvorrichtung eine neue Ladung, unter welche vorher ein entſprechendes Quantum Kalk oder fonftige Zuſchläge zur Schmelzbarmachung der Schlacken gemengt wurde, in den Schacht gelaffen. Die in dem Schachtofen entwickelten, durch die Rohrleitung a zu den Feuerftellen des Keffels geführten Gafe werden dort auf die eine der vielen bekannten Weifen zur vollkommenen Verbrennung gebracht. Die Erfahrungen, welche bezüglich des Hochofen- Betriebes vorliegen, würden die Bedienung eines folchen Schacht- Gasofens zu einer nahezu bekannten Aufgabe geftalten, welche überdiefs hier, wo es fich nur um die Bildung von Kohlenoxydgas handelt, ungemein vereinfacht wird; da zur Erzeugung von Kohlenoxydgas das erheifchte Luftquantum ein verhältnifsmäfsig fehr kleines ift, fo genügt für eine Anlage wie der ,, Drache" z. B. ein Ofen von 41, Fufs lichtem Durchmeffer und 10 Fufs Höhe und ein Ventilator, welcher mit einem Drucke von I oder Zoll Waffer etwa 80 Cubikfufs die Secunde in den Ofen bläft.