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Alexander Friedmann.
Von den langen Blöcken find manche entzwei gebrochen und war deren Aufrichtung befonders fchwierig, fo der in Fig. 63 veranfchaulichte. Diefer Block hatte auf 6 Meter Breite 21 Meter Länge und drei Schächte, welche die Auflage. fläche des Blockes auf 82 Quadratmeter reducirten. Die Einfenkung wurde diefs. mal erft begonnen, als er eine Höhe von 51% Meter erreicht hatte. Er fank in Fig. 63.
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Folge deffen von felber auf ungefähr 20 Centimeter ein, und da das Mauerwerk noch nicht fefte Bindung hatte, brach er entzwei. Nichtsdeftoweniger wurde die Untergrabung begonnen; II Tage nachher war der Block um 1 Meter gefunken, die Sprungftelle, vorübergehend verfchwunden, zeigte fich wieder, wurde ausgebeffert, die Auflagefläche durch Nachmauerung von 82 Quadratmeter auf 89% Quadratmeter vergrössert, eine neue Aufmauerung auf weitere zwei Meter Höhe vorgenommen, fo dafs nachher das Gewicht per Quadratcentimeter 18 Kilogramm betrug. Der Bruch kam aber wieder zum Vorfchein- und es mufste der Block fenkrecht abgetheilt werden. Als man aber nachher weiter fenken wollte, neigten fich die Blöcke trotz aller Vorfichtsmafsregeln fo ftark, dafs ein Umſtürzen zu befürchten war, und für das gröfsere abgetheilte Blockftück 12 Meter lang, 6 Meter dick, 10 Meter hoch, 14 Million Kilogramm wiegend, die Methode angewandt werden musste, welche in Fig. 63 veranfchaulicht ift. Es wurden nämlich auf der Seite der Neigung hydraulifche Preffen, welche auf einen feften Damm fich ftützten, auf der entgegengefetzten Seite, an den Block felbft eine Plattform mit Gegengewichten angebracht, und mit deren Hilfe nach verfchiededenen Zwifchenfällen die Blöcke endlich fenkrecht auf 10 Meter Tiefe nieder gebracht.
Jedesmal, wenn ein Block richtig auf die entfprechende Unterlage gebracht war, wurden feine Schächte bis zu 3 Meter feiner Bafis in der Fig. 64 gezeigten Weife mit Béton und von da ab mit gewöhnlichem Mauerwerke aus.