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Marinewesen : (Gruppe XVII, Section 1 bis 4) ; Bericht / von Alexander Friedmann, Civiling. in Wien
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Marinewefen.

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gefüllt( letzteres in geeigneter Weife mit dem hydraulifchen Mauerwerke des Blockes in Verbindung gebracht).

Wenn fämmtliche Blöcke in der Anordnung, wie fie Fig. 60 veranfchau­licht, hergestellt und niedergefenkt fein werden, wird die rechteckige Fläche, die fie umgrenzen, bis zur Sandbank ausgegraben, auf diefe eine Lage Béton von etwa 4 Meter Dicke aufgeführt werden und die Zwifchenräume von 1/2 Meter, welche zwifchen den Blöcken ausgefpart wurden, ausgemauert werden.

Fig. 64.

Aufser den Schwierigkeiten, welche durch die Befchaffenheit und die nothwendige Tiefe der Fundirungen hervorgerufen werden, mufste auch für die Trockenlegung des ganzen Terrains Sorge getragen werden. Zu diefem Zwecke wurde ungefähr in der Mitte des Terrains der zukünftigen Schleufe ein grofser Block, in Fig. 60 mit A bezeichnet und in beiftehender Fig. 65 in gröfserem Mafsftabe veranfchaulicht, niedergefenkt, welcher als Wafferhaltungsfchacht diente, und auf welchem eine ftarke Locomobile von 35 Pferdekräften mit ent­fprechenden Pumpwerken disponirt, die Trockenlegung nicht nur des von den Blöcken eingefchloffenen, fondern auch des umgebenden Terrains fo weit brachte, dafs nach fünfmonatlicher Wafferhaltung das Niveau des Waffers im Terrain der Schleufe bis auf 7 Meter fank, der Wafferzuflufs nach und nach abnahm und vorauszufetzen ift, dafs die Trockenlegung eine bleibende und voll­kommene fein wird.

Das Hafenbaffin wird durch Ausgrabungen auf die entſprechende Tiefe gebracht werden; die Sohle desfelben wird, wenn fertig, 3 bis 4 Meter über der Sandbank liegen. In diefem Niveau ift das Erdreich bereits feft und genügend undurchläffig, um eine Invafion des Terrains durch Waffer vor Vollendung der Bauten nicht befürchten zu laffen; doch ift es für die Fundirung der Quaimauern des Baffins nicht widerftandsfähig genug und wurden defshalb für diefe( deren Profile wurden bereits in Fig. 55 und 56 veranfchaulicht) zweierlei Fundirungs­methoden angewandt. Nach der einen wurde Pilotenfundirung gemacht und zwar