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Marinewesen : (Gruppe XVII, Section 1 bis 4) ; Bericht / von Alexander Friedmann, Civiling. in Wien
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Marinewefen.

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auf Eifenbahnwaggons umgeladen oder in grofsen Entrepots untergebracht werden oder für den unmittelbaren Confum der Stadt dienen follen; die Vorrichtungen zur Instandhaltung und Reinigung der Schiffskörper und endlich der Vorhafen ( Avant- Port), in welchem die Schiffe vor der Einfahrt in die Baffins oder vor ihrer Ausfahrt in die See, oder vor Stürmen flüchtend ficheren Aufenthalt finden all' das find Elemente, die zufammenwirkend dem Hafen von Le Havre die Concurrenz, fowohl bezüglich der Küftenfahrt mit den vielen in feiner Nähe gelegenen Häfen, befonders mit Rouen, welches feit der Regulirung der Seine für Seefchiffe zugänglich ift, als auch bezüglich der langen Fahrten mit den Häfen des nahen England ermöglichen, die fchon der billigen Kohle wegen fo gerne aufgefucht werden.

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Von den Einzelanlagen Le Havre's waren in der franzöfifchen Abthei­lung speciell die Pläne des feit dem Jahre 1867 neu angelegten Baffins de la Citadelle, von drei Trockendocks, im Plane mit a, b, c bezeichnet, weiters von zwei Sturzfchleufen d und der Quaibauten des Vorhafens B ausgeftellt.

Das Baffin de la Citadelle ift fpeciell für kleinere Dampfer der Küften­fchifffahrt angelegt; als das gröfste der Schiffe, welche in diefem Baffin anlegen follen, ift ein folches von 70 Meter Länge, 8 bis 9 Meter Breite und 4 bis 5 Meter Tauchung angenommen. Ein Trockendock zum Reinigen der Schiffe, im Plane mit D bezeichnet, von 30 Meter Breite der Einfahrt, 130 Meter Länge und 10 Meter Tiefe ift im Baffin de l'Eure fchon feit langer Zeit im Gebrauche; da jedoch die meiften der nach Le Havre einfahrenden Schiffe von kleinen und mittleren Dimen fionen find, für folche aber das Trockendock D viel zu grofs und die Benützung zu koftfpielig und verhältnifsmässig zu zeitraubend ift, anderfeits wieder die Anlage paffender und genügend zahlreicher Trockendocks zum Reinigen und Repariren von Schiffen, wie im Abfchnitte I fub I B dargethan, als eines der wichtigften Behelfe der neueren Schifffahrt und als wefentliche Mitbedingung für die Con­currenzfähigkeit grofser Häfen richtig erkannt ward, fo ift bei der Anlage des Baffins de la Citadelle gleich darauf Rückficht genommen worden. Es find defshalb an dem weftlichen Quai desfelben drei Trockendocks a, b und c von je 45, 55 und 70 Meter Länge, 11, 13 und 16 Meter Einfahrtsbreite und 7, 7% und 8 Meter Tiefe angelegt worden, fo dafs von diefem Baffin aus gleichzeitig drei Schiffe rafch und billig in Stand gefetzt werden können. Auch ift diefes Baffin in Folge deffen das befuchtefte von Le Havre, und während der Staat für das grofse Trockendock D nur einen Pachtzins von 3005 Francs jährlich erhielt, zahlt der Pächter für die drei neuen, den Verhältniffen vollkommener entfprechenden kleineren Docks a, b, c und dem früheren D einen jährlichen Pachtzins von 74,400 Francs, freilich noch immer ein fehr mässiges Erträgnifs, da die drei neuen Trockendocks complet mit den Pumpwerken und Arbeitshallen 1.929,000 Francs gekoftet haben, aber immerhin genügend, wenn man bedenkt, dafs folche Anlagen nicht durch ihr unmittelbares Zinserträgnifs fich fructificiren follen, defshalb auch nicht, wie allgemein erachtet, der Privatunternehmung zu überlaffen find, fondern dadurch von finanziellem Nutzen werden, dafs fie den Befuch des Hafens und hiedurch mittelbar deffen Erträgnifs und die Werthe feiner Immobilien fteigern.

Beiftehende Fig. 75 ift ein Grundrifs des gröfsten der drei Trockendocks des Baffins de la Citadelle, welches, wie erwähnt, 70 Meter Länge im Kiel, 16 Meter Breite an der Einfahrt ab und 8 Meter Höhlung hat. Fig. 76 ift ein verti caler Längenfchnitt der hinteren, im Grundrifs halbrunden Partie ced, Fig. 77 ein verticaler Querfchnitt nach ed und Fig. 78 ein verticaler Querfchnitt durch die beiden Widerlager ab der Fig. 75.

Zur Sicherung des allgemeinen Verständniffes eine Erklärung, wie ein folches Trockendock benützt wird: Wenn ein Schiff gereinigt werden foll, fo fährt es aus dem Baffin oder fonftigen Theile des Hafens, mit welchem ein folches Trockendock communicirt, durch die Einfahrt a b( Fig. 75) ins Trockendock