Marinewefen.
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baues von Trieft im Ganzen eine Wiederholung der Hafenanlage von Marſeille ift, ebenfo wurde bei der Bau- Ausführung von Trieft diefelbe Methode befolgt, welche bei der Bau- Ausführung in Marſeille angewandt und gelegentlich der Besprechung der Hafenbauten von Marfeille ausführlich erörtert wurde. Da jedoch der Meeresuntergrund in Marſeille nahezu unnachgiebig, während der Untergrund in Trieft ein nachgiebiger, halbfefter Schlamm ift, fo find in Trieft Setzungen und feitliche Verſchiebungen eingetreten, in Folge welcher die Begren zungslinien der Moli und Quais abcdefghik nach den Linien b'c'd e f g h i hinausgefchoben wurden.
Die Daten, aus welchen fich diefe Bewegungen der Quaimauern erklären liefsen, find auf der Ausftellung nicht vorgebracht worden und entziehen fich defshalb hier der Befprechung feitens des Berichterstatters.
Fiume.
Taf. XIX gibt den Plan des in der Anlage begriffenen neuen Hafens von Fiume.
Nachdem nur diefer beiliegende Plan, fonft aber keine näheren Daten über die dortigen Verhältniffe zur Ausftellung gebracht waren, fo ift der Berichterftatter auch hier nicht in der Lage, fich des Weiteren über die Bau- Ausführung zu ergehen.
Der Nordfee- Canal von Amfterdam.
Der Canal von Amfterdam zählt zu den merkwürdigften Seebauten, welche zur Ausftellung gebracht waren. Er bezweckt, die Zufahrt von der Nordfee nach Amfterdam, welche bislang fchwierig und nur auf Umwegen, entweder durch die Zuiderfee oder durch den nordholländifchen Canal möglich war, auf einem kürzeren, den Handelsverhältniffen diefer Stadt beffer entſprechendem Wege zu ermöglichen.
Beiftehende Fig. 105 veranfchaulicht die Küftenentwicklung der Provinz Nordholland. B ftellt Amfterdam vor, A eine Küftenftelle an der Nordfee weftlich von Amfterdam in demjenigen Theile Nordhollands, wo die Einbuchtungen der Zuiderfee das fefte Land auf nur 6 Kilometer verengen. An diefer Stelle A, an der jetzt ein grofser Hafen angelegt ift, beginnt der Canal AB, welcher das fefte Land bei Beverwyk durchfticht, weiter die Einbuchtungen der Zuiderfee, nämlich das Wyker- Meer und das fogenannte Y durchzieht und nach einem Verlaufe von 23 Kilometer in die Gewäffer von Amfterdam einmündet. In den Gebieten, wo der Canal das Wyker- Meer und das Y durchzieht, ift er von deren Gewäffern durch Dämme abgefchloffen und durch Baggerungen auf die geeignete Tiefe gebracht worden. An der Stelle C, öftlich von Amfterdam, ift ein mächtiger Querdamm gezogen, durch welchen die Zuiderfee von dem Waffergebiete des bisherigen Wyker- Meeres und des Y getrennt wird, und auf dem Damme felbft ift eine ausgiebige Pumpenanlage gefchaffen, durch welche die nun von dem Amfterdamer Canal AB getrennten Flächen des Wyker- Meeres und des Y, ähnlich wie diefs früher mit dem Haarlemer Meere gefchehen ift, trocken gelegt und der Bodencultur zugeführt werden.
Die herrliche Methode der Holländer, mit ihren Dämmen dem Meere Land abzugewinnen und mit ihren Schifffahrts- Canälen immer auch Trockenlegungen von fonft dem Feldbau entzogenen Gebieten zu vereinen, ift eben auch hier wieder in grofsartigem Mafsftabe durchgeführt worden. Folgendes die Genefis ihrer neueften Meifterleiftung:
Die Zufahrt nach Amfterdam durch die Zuiderfee ift fehr fchwierig; für alle Schiffe wegen der vielen Sandbänke, die ihre Lage häufig wechfeln und dadurch gefährlich werden; für die Segelfchiffe insbefondere wegen der verfchiedenen