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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe 18, Section 2) ; Bericht : 1 / von Franz Rziha
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I. Die geschichtl. Entwickelung u. d. Culturwerth d. Eisenb. dessen wir weiter unten in der geschichtlichen Vorführung der Ent­wickelung des eisernen Brückenbaues höchst vortheilhaft zu geden­ken haben werden.

Massgebend gefördert konnte bei uns die Kohlen- und Eisen­industrie erst werden, nachdem 1817 die ersten Versuche für Gas­beleuchtung in Wien, 1818 die erste Probefahrt mittelst Dampf­schiffes auf dem Wiener Donaucanal und die Einführung der Dampf­maschine im Bergbaue überhaupt( 1722 Schemnitz; 1812 durch Graf Buquoy in Böhmen) stattgefunden hatten; denn trotz aller Be­mühungen war der Kohlenbergbau( Stein- und Braunkohlen) 1820 erst auf 2,232.199 Wr. Ctr., 1840 auf 8,453.225 Wr. Ctr.( 1874 exclusive Ungarn auf 80, 123.472 Wr. Ctr. Steinkohle und 103,266.170 Wr.Ctr. Braunkohle) gebracht worden. Die E is enindustrie Oester­reichs, weltberühmt durch die Qualität, und obschon urkundlich seit 712 als schwunghaft in Eisenerz verzeichnet, hob sich nur ausser­ordentlich langsam. 1650 sollen die ersten Floss öfen in Hüttenberg, 1760 der erste derartige Ofen in Eisenberg erbaut worden sein; der erste 32 Fuss hohe Holzhohofen wurde 1802 zu Treibach errichtet, 1820 das erste eiserne Cylindergebläse eingeführt, und erst 1828 erprobte der um Oesterreichs Berg- und Hüttenwesen so hoch ver­diente Graf Kaspar Sternberg, der berühmte Verfasser der Berg­werksgeschichte Böhmens und der bekannte Schürfer in Kammer­bühl zu Eger, auf seinem Eisenwerke Darowa bei Raudnitz in Böh­men den Coaksprocess. Dieser Schmelzprocess wurde jedoch in Wirklichkeit erst 1838 zu Wittkowitz in Mähren innerhalb der österreichischen Marken eingeführt; weitere Coakshochöfen wurden erst 1854 zu Kladno, 1857 zu Blansko, 1861 zu Rossitz, 1870 zu Prävali, 1871 zu Königshof( Beraun), 1872 zu Trzienitz, Leoben, Zeltweg etc. erbaut. Im Jahre 1823 producirte Oesterreich- Ungarn erst 1,253.782 Wr. Ctr. Roheisen( 1854: 4,733.197 Ctr.; 1873 Cisleithanien: 6,625.698 Wr. Ctr.).

Auch in Frankreich und Belgien brach sich die Ein­führung der Coakseisenproduction und die Erweiterung des Kohlen­bergbaues zur Zeit der Entstehung der Dampfmaschine nur lang­sam Bahn, da auch diese Länder arg im Kriege litten und abhängig waren von dem Maschinenmarkte, respective von den Fortschritten im Maschinenbaue Englands.