I. Abschnitt.
Die geschichtliche Entwickelung und der Culturwerth der Eisenbahnen.
Zu den anregendsten Gegenständen, welche die Wiener Weltausstellung aus dem Gebiete des Eisenbahnbaues und der Geschichte der Eisenbahnen brachte, müssen unbedingt diejenigen gezählt werden, welche in der additionellen Ausstellung und in dem Pavillon für Welthandel enthalten waren. Wir fanden daselbst alte, ehrwürdige Tracenausmittlungen und Eisenbahnbaupläne aus Gerstners Zeit neben den hochentwickelten Projectsbehandlungen und Skizzen aus unseren Tagen, wie sie das Arlbergproject des k. k. Handelsministeriums und das v. Lesseps'sche Project einer centralasiatischen Eisenbahn boten; wir fanden nebeneinander ausgestellt die statistischen Nachweisungen aus den ersten Betriebsjahren der Linz- Budweiser Bahn und die ziffermässige Gestaltung der Entwickelung der Eisenbahnen der Erde; wir fanden eine völlige, sich geschichtlich aneinander reihende Originalvertretung der Entwickelung des Oberbaues von den Tagen Gerstners angefangen bis zur Zeit der Bessemerschiene; wir konnten eine Originalweiche der ältesten continentalen Eisenbahn, wie sie die additionelle Ausstellung von der ehemaligen Linz- Budweiser Bahn aus dem Jahre 1828 brachte, in Vergleich stellen mit den auf der Ausstellung vorfindlichen englischen Weichen von heute; wir konnten durch sorgfältig ausgewählte Modelle von Brücken aus dem vorigen Jahrhunderte und aus der heutigen Zeit den Anwuchs der Brücken baukunst wahrnehmen; und wir fanden endlich in dem der additionellen Ausstellung zugehörigen Texte treffliche Momente
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