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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe 18, Section 2) ; Bericht : 1 / von Franz Rziha
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4. Sprengmittel.

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d) Dynamit, ausgestellt von A. Nobel& Comp. und von deren Commissionsfirma Mahler& Eschenbacher in Wien.

§. 2. Vielfältigkeit der Sprengstoffe.

Diese geringe Vertretung der Sprengstoffe ist ein beredtes Zeugniss, dass die ausserordentlich grosse Reihe von Explosivstoffen und diversen Pulversorten, wie sie in den letzten Jahren zahlreich in die Praxis des Gesteinssprengens eingeführt wurden, sich nur in beschränktem Masse bewährt hat.

Bekanntlich unterscheiden wir heute auf dem Gebiete der Sprengarbeit etwa die folgenden Sprengstoffe:

1. Das gewöhnliche Sprengpulver.

2. Gemengte, Pulver( Mengung von gewöhnlichem Spreng­pulver mit diversen anderen Stoffen, als Wurzelmehl, Sägespäne, Metallspäne, Getreidespreu, Kalk u. s. w.), welche Mengungen sich bekanntlich gar nicht bewährt haben.

3. Das Pulver von Davey, bei welchem die Kohle durch schleimige Substanzen ersetzt wird.

4. Lithofracteur, sogenanntes weisses Sprengpalver, neuestens verbessert von Krebs u. Comp., welches Pulver in Westphalen viel­fach erprobt wurde und angewendet wird.

5. Schiesspulver von Schulze, bei dem der Schwefel fehlt und die Kohle durch Holz ersetzt ist.

6. Das Pulver von Küp zu Mühlheim an der Ruhr.

7. Das Pulver von Neumeier zu Taucha bei Leipzig, dem Küp'schen ähnlich.

8. Der Sprengsalpeter von J. W. Küchel in Butzbach, von hellgrauer Farbe und zackiger Oberfläche, erprobt mit ungünstigem Erfolge in den Eisensteinzechen im Reviere Osnabrück und in den Steinsalzbergwerken zu Stassfurt.

9. Haloxylin von Fehleisen in Cilli. 10. Saxifragin von Wynand in Brüssel.

11. Pulver von Newton. 12. Schiessbaumwolle.

13. Das Neuroxylin.

14. Fulminatin von Dr. Fux und Fulminatina( verbessertes Dynamit) von Candiani und Buffi.

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