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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe 18, Section 2) ; Bericht : 1 / von Franz Rziha
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4. Sprengmittel.

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Selbst aber in Erwägung aller dieser Verhältnisse sind die Erfahrungen über die Brauchbarkeit der verschiedenen Sprengstoffe doch allgemein dahin gediehen, dass das Nobel'sche Dynamit gegen­wärtig als der kräftigste Sprengstoff anerkannt wird, und dass in der Mehrzahl der Fälle die hervorragende Sprenggewalt des Dyna­mites gegenüber dem Schwarzpulver seinen hohen Preis zulässig

macht.

Bekanntlich hat Nobel mit ausserordentlichen Schwierigkeiten gekämpft, um seine Nitroglycerinpräparate einzuführen, und gerade die Ueberwindung dieser Schwierigkeiten ist mit ein Zeugniss für die hervorragende Qualität des Präparates.

Bei der ausserordentlichen Bedeutsamkeit des Dynamites möchte es nicht ohne Interesse sein, hier( grösstentheils nach Mit­theilungen des Herrn Trautzl) der historischen Entwickelung und Durchbildung dieses Sprengstoffes in Kürze zu gedenken, zumal wir aus dieser Geschichte wieder deutlich wahrnehmen können, wie unendlich aufregend, mühsam und wie zeitraubend die Geltend­machung einer wichtigen Erfindung ist.

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Bekanntlich hat Grove's galvanische Salpetersäurebatterie den Anstoss zu jenen Untersuchungen gegeben, auf welche die Fabrication der explosiven Nitroverbindungen, welche heute eine so grosse Rolle in der Sprengtechnik spielen, sich gründet. Nachdem Schönbein diese Untersuchungen aufnahm, wurde er zu einer prak­tischen Methode der Schiesswolle Erzeugung geführt( 1846), welche ihren Vorläufer in der Entdeckung von Pelouze( 1838) fand und die in der Hauptsache noch heute für die Fabrication aller explosiven Nitroverbindungen giltig ist. Angeregt durch die Discussion über Schönbeins Untersuchungen machte Sobrero in Paris analoge Ex­perimente mit Dextrin, Zucker, Glycerin etc. und entdeckte dabei das Nitroglycerin( 1847).

Vor etwa 30 Jahren also waren schon die beiden mächtigen Rivalen Schiesswolle und Nitroglycerin auf dem Gebiete der Spreng­technik, welche heute nach allen Seiten das Schwarzpulver ver­drängen, bekannt und ebenso der Hauptsache nach auch ihre Erzeugungsweise.

Die Hoffnungen indess, welche man auf dem Gebiete der praktischen Ingenieurkunst diesen Stoffen zuwandte, und welche

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