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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe 18, Section 2) ; Bericht : 1 / von Franz Rziha
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III. Erd- und Felsarbeiten.

Anderweitige Resultate von Vergleichsversuchen sind im Fol­genden dargestellt:

a) Richardschachtauf Duttweiler Jägersfreude bei Saarbrücken. Die Schachtteufung kostete pro Kubikklafter( nach Trauzl) bei Dynamit 31 Thaler, bei Schwarzpulver 44 Thaler; die Ersparung betrug demnach über 30%, und war der Fortschritt der Teufung bei Dynamitverwendung doppelt so gross, als bei der Verwendung von Schwarzpulver.

b) Pruhonschacht in Böhmen.( Nach Trauzl.)

Eine laufende Klafter Schachtabteufung kostete bei Schwarz­pulver 120 bis 150 fl. und bei Dynamit 80 bis 90 fl.; der Fortschritt pro Monat verhielt sich dabei wie 4 Klafter zu 6 bis 7 Klafter.

c) Gross- Theresia Tagebau in Morawitza.( Bericht der k. k. Staats­eisenbahn- Gesellschaft.)

Bei den grossen Minensprengungen warf 1 Pfund Schwarz­pulver 5484 Pfund Erz und feste Felsmasse, und 1 Pfund Dynamit 19.040 Pfund; die Wirkung des Dynamites zu Sprengpulver verhielt sich daher wie 3.7 1.

d) Versuche in festem Schwefelkies.( ,, Bulletin de l'industrie minéral.") Ein Kubikmeter Auffahrung kostete bei Dynamit.. 13.277 Fres. ein Kubikmeter Auffahrung bei Schwarzpulver

... 19.071

e) Versuche im Hoosactunnel in Amerika.

Einen Kubikmeter Gestein im Stollen zu sprengen, benöthigte 2.24 bis 2.52 Kilogramm Nitroglycerin, während dasselbe Gestein pro Kubikmeter im Stollen 3.92 bis 4.26 Kilogramm Pulver benöthigte.

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Aus diesen Tabellen ist die ungleich grössere Wirkung des Dynamites gegenüber dem Schwarzpulver deutlich zu erkennen und neben der Constatirung dieses Werthes des Dynamites noch hervorzuheben, dass das Dynamit wegen seiner Brauchbarkeit unter Wasser, wegen des durch ihn zulässigen schwächeren Ge­böhres und wegen des Wurfes grösserer Sprengkörper selbstver­