2. Dammherstellungen im Wasser.
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Der vorgelegte Plan hatte nur indirecte Folgen, nämlich die Bewerbung um eine Conces sionzum Baue einer Zeelandisch- Limburgischen Eisenbahn, welche Concession im Jahre 1846 ertheilt wurde, und welche Concession ebenso, wie andere 1846 und 1857 ertheilte erlosch.
Die Pläne dieser diversen Concessionäre waren dahin gerichtet, eine Canalanlage zu ersparen und das Sloe zu überbrücken.
Im Jahre 1865 nahm die Regierung die Sache in die Hand, und wurde die Canalisirung von Walcheren zwischen Vlissingen, Middelburg und Veere und die Abdämmung des Sloe beschlossen.
Die Projectirung der Anlagen erfolgte unter der Leitung des Oberingenieurs Simon und wurde speciell das Project der Abdämmung des Sloe im Jahre 1870 festgestellt.
c) Construction des Dammes.
Der Damm wurde an die engste Stelle des Sloe projectirt. Seine Kronenbreite ist für zwei Bahngeleise berechnet und beträgt 10 Meter, und trat die Linie der Krone 2 Meter über den höchst bekannten Sloewasserstand.
Auf der Südseite des Dammes befindet sich eine 10 Meter breite und noch 0., Meter über den höchsten Wasserstande liegende Berme, welche eine Strasse trägt.
Die Berme auf der Nordseite liegt 2 Meter über der täglichen Fluthhöhe und besitzt 7., Meter Breite; die Böschungen von der Krone bis zur Berme haben auf der Südseite eine 21/ 2füssige, auf der Nordseite eine 3füssige Anlage.
Böschungen und Bermen( ausgenommen der Fahrweg) sind mit Thonschicht und Rasen bekleidet; abwärts der Bermen ist die Böschung eine 3, respective 4füssige und mit Steinen geschützt, welche bis aus der belgischen Provinz Hennegau herbeigeschafft
werden musste.
Bei den früheren Abdämmungen in Holland hatte man den Grundsatz befolgt, als Hilfsmittel der ersten Wasserabsperrung stets zwei Faschinendämine vorzustrecken, weil man von dem Gedanken geleitet war, dass der definitiven Abdämmung vorerst eine breite Basis unter dem niedrigen Wasserstande geschaffen werden